Kreislaufwirtschaft
Wesentliches Ziel der Kreislaufwirtschaft ist die interne Verwertung von eisenhaltigen Stoffen durch ein optimiertes Stoffstrommanagement. Dadurch werden gleichzeitig solche Abfallmengen, die deponiert oder extern verwertet werden müssen, minimiert.
In den letzten Jahren führte eine optimierte Rohstoffauswahl und die konsequente Entwicklung und Einführung neuer Verfahren dazu, dass heute güteüberwachte Hochofen- und Stahlwerksschlacken erzeugt und als Nebenprodukte verkauft werden. Rund 90 % der Hochofenschlacken werden direkt zu "Hüttensand", einem wichtigen Rohstoff für die Zementherstellung, verarbeitet. Die Zementproduktion aus Hüttensand führt zu Energieeinsparungen sowie geringeren CO2-Emissionen im Vergleich zum Einsatz von natürlichen Kalksteinen. Die übrigen Schlacken werden als Baustoffe, z.B. für den Straßenunterbau oder für Uferbefestigungen an Flüssen und Seen, vermarktet oder kommen als begehrte Düngemittel (Thomasdünger, Konverterkalk) zum Einsatz.
Durch die Zunahme der Abgasreinigungs- und Wasserbehandlungsanlagen sind die Mengen an eisenhaltigen Schlämmen und Stäuben gestiegen. Hierfür wurden bei ThyssenKrupp Steel bereits mehrere Recyclingverfahren entwickelt. Inzwischen ist das neue Schachtofenverfahren zur Betriebsreife weiterentwickelt worden. Die Schachtofenanlage ist im zweiten Quartal 2004 in Betrieb genommen worden. Aus den eisenhaltigen Stäuben und Schlämmen werden zunächst die sogenannten Agglomeratsteine erzeugt, aus denen dann im Schachtofen die Produkte Roheisen und Schlacke erschmolzen werden. Die Recyclingquote für Eisen wird auf 99% erhöht und die CO2 Emissionen werden um rund 200.000 Tonnen pro Jahr gesenkt. Der Schachtofen leistet somit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Ressourcenschonung und Abfallvermeidung.
Die Ziele des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes mit der Rangfolge Vermeiden - Verwerten - Beseitigen werden somit voll erfüllt. Die ThyssenKrupp Steel AG trägt so ihrer Umweltverantwortung Rechnung und wird die Umsetzung eines nachhaltigen Stoffstrommanagements kontinuierlich weiter verfolgen. Über 90 Prozent der eisenhaltigen Stäube und Schlämme bei ThyssenKrupp Steel werden heute schon recycelt. Dadurch werden einerseits Rohstoffe eingespart, andererseits wertvoller Deponieraum geschont.









