Das Nachhaltigkeitsverständnis von ThyssenKrupp Steel orientiert sich an sechs Erfolgsfaktoren: Effektivität, Effizienz, Ressourcen, Minimierung von Belastungen, Solidarität und Gerechtigkeit. Sie bilden den Rahmen für eine auf nachhaltiges Wirtschaften ausgerichtete Unternehmenspolitik.
Nachhaltiges Handeln soll
künftig noch koordinierter
und zielgerichteter gesteuert
werden.
Im Jahr 2006 haben wir unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Er lieferte eine Bestandsaufnahme der Initiativen und Erfolge unserer auf nachhaltiges Handeln ausgerichteten Unternehmenspolitik. In einem Ranking der Nachhaltigkeitsberichterstattung der 150 größten deutschen Unternehmen durch das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und future e.V. konnte sich dieser erste Bericht auf Anhieb im oberen Viertel platzieren. Mit seiner Publikation hat das Thema Nachhaltigkeit im Segment Steel weiter an Dynamik gewonnen. Um das nachhaltige Handeln noch koordinierter und zielgerichteter steuern zu können, wurde damit begonnen, ein systematisches Nachhaltigkeitsmanagement-System zu implementieren. Dadurch werden bestehende Managementsysteme im Unternehmen vernetzt, die vorhandenen sowie künftigen Aktivitäten zentral gebündelt, geplant, gesteuert und kontrolliert. Gleichzeitig wird die externe und interne Kommunikation über Nachhaltigkeitsthemen intensiviert. Ziel ist es, alle Aktivitäten, Projekte und die damit verfolgten Ziele zentral zu erfassen, nach den definierten Erfolgskriterien zu bewerten und daraus Handlungsoptionen für die Nachhaltigkeitsstrategie abzuleiten.
Der Konzentrationsprozess in der Stahlbranche hat durch die jüngsten Großfusionen deutlich an Fahrt gewonnen. Dennoch entfallen nur 19 % der Welt-Rohstahlerzeugung auf die TOP 5. Zum Vergleich: Bei Eisenerz decken die drei größten Unternehmen rund 70 % des weltweiten Bedarfs ab. Und auch die für den Stahlbedarf wichtigsten Schlüsselindustrien sind bei hohem Konzentrationsgrad international aufgestellt. Sie verlangen von ihren Stahllieferanten rund um den Globus Produkte in hoher Qualität und umfassenden Service.
ThyssenKrupp Steel antwortet auf diesen Konzentrations- und Globalisierungsprozess mit einer eigenen Wachstumsstrategie im Premiumbereich des Qualitätsflachstahls, in dem international führende Positionen besetzt werden. Voraussetzungen für diesen in der Stahlbranche exklusiven Weg mit Konzentration auf die Volumenmärkte Nafta und Europa bilden effiziente Prozesse, hohe Qualitätsstandards und Innovationskompetenz.
ThyssenKrupp Steel konnte die Ertragskraft kontinuierlich verbessern. Mit einem konsequent wertorientierten Management ist es gelungen, das eingesetzte Kapital überdurchschnittlich zu verzinsen und hohe Wertbeiträge zu generieren. Im Geschäftsjahr 2006/2007 konnte zum vierten Mal in Folge ein Rekordergebnis erzielt und ein Beitrag von 1,1 Mrd € zur Wertsteigerung im ThyssenKrupp Konzern geleistet werden. Der wirtschaftliche Erfolg in den vergangenen Jahren hat eine solide finanzielle Basis für die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie geschaffen, eröffnet aber auch Handlungsspielräume für andere Nachhaltigkeitsfelder.

Wettbewerb um Talente: Bei ThyssenKrupp Steel wird man gefordert und gefördert.
Im sich verschärfenden Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte verfolgt ThyssenKrupp Steel eine systematische Rekrutierungsstrategie. Sie setzt sich aus den drei Bausteinen „Attract, Select, Integrate“ zusammen: Das Unternehmen will so früh wie möglich für Technik begeistern, gezielt Potenzialträger erkennen und fördern sowie die neuen Mitarbeiter erfolgreich an das Unternehmen binden.
Nachwuchs wird so früh
wie möglich für Technik
begeistert, Potenziale
werden gefördert.
„Attract“ steht in einem ersten Schritt dafür, Schülerinnen und Schüler an die Naturwissenschaften heranzuführen, Aufmerksamkeit für Chemie, Physik oder Biologie zu erzeugen, sie für Technik und letztendlich für ThyssenKrupp Steel zu begeistern. Dazu gehört es, Technik attraktiv darzustellen und das Image des Ingenieurberufs zu verbessern. Aus diesem Grund unterhalten wir intensive und zum Teil langjährige Schulkooperationen mit Gesamtschulen und Gymnasien an unseren Produktionsstandorten und in Aachen. Mit diesen Kooperationen setzt das Unternehmen auf unterrichtsbezogene Aktivitäten, die im Lehrplan fest verankert sind und durch betriebliche Experten von ThyssenKrupp Steel unterstützt werden. Dazu zählen Projekttage, Bewerbertrainings, Lehrerworkshops, themenbezogene Betriebsbesichtigungen und Schülerpraktika. Im Geschäftsjahr 2006/2007 haben mehr als 3.000 Schüler an nahezu 120 Aktivitäten von ThyssenKrupp Steel teilgenommen. Zum Vergleich: Vor vier Jahren waren es nur 700 Schüler, die sich an 27 Projekten beteiligt haben. Zusätzlich zu den Schulkooperationen haben wir im Jahr 2007 wieder den 25. Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ in Duisburg ausgerichtet.
Im Hinblick auf die Zielgruppe Studenten unterhält ThyssenKrupp eine Reihe von Hochschulkooperationen. Über die Jahre wurden strategische Partnerschaften aufgebaut und die Kooperationen auf ein festes Fundament gestellt. Das Engagement für Studierende reicht von Schüleruniversitäten über Projektarbeiten bis zu Preisverleihungen für herausragende Leistungen. Durch Netzwerkbildung versucht ThyssenKrupp Steel auch den Wechsel von der Schule zur Hochschule zu erleichtern. In Aachen bedeutet dies zum Beispiel, dass Schüler unserer Kooperationsschule an festen Unterrichtseinheiten im naturwissenschaftlichen Bereich an der RWTH Aachen teilnehmen. Zudem besteht die Möglichkeit, in den Ferien freiwillige Praktika zur Studienorientierung zu absolvieren.

Nachhaltige Entwicklung: Eine zentrale Ressource sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter.
Bei der Auswahl qualifizierter Nachwuchskräfte setzt ThyssenKrupp Steel hohe Standards an. Dabei fließen nicht nur die fachlichen Leistungen, etwa in den Leistungskursen oder im Vordiplom, sondern auch die „weichen Faktoren“ wie Teamfähigkeit, Integrität oder soziales Verhalten in die Bewertung mit ein. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung der besten Schüler und Studenten. Sie wiederum reicht von der finanziellen Unterstützung im Studium bis hin zu Praktika oder Diplomarbeiten im Unternehmen.
Traineeprogramm ist Beispiel
dafür, wie hochqualifizierter
Nachwuchs integriert wird.
Das Traineeprogramm ist ein wichtiges Beispiel dafür, wie hochqualifizierte Fachkräfte integriert werden. Über eine Dauer von 15 Monaten haben die neuen Mitarbeiter Gelegenheit, das Unternehmen ausführlich kennen zu lernen. Einsätze sind sowohl in den verschiedenen Unternehmensbereichen als auch im Ausland obligatorisch. Ein standardisiertes Begleitprogramm wird um individuelle Qualifizierungen ergänzt. Im Geschäftsjahr 2006/2007 wurden 137 Trainees und Direkteinsteiger eingestellt, nach 99 im Vorjahr.
Um junge Talente an das Unternehmen zu binden, ist 2007 erstmals ein Young-Potentials-Programm aufgelegt worden. Auszubildende und Mitarbeiter werden finanziell und mit Qualifizierungsmaßnahmen bei ihrem ausbildungs- oder berufsbegleitenden Studium unterstützt. Bereits 30 Young Potentials wurden in dieses Programm aufgenommen. Dabei kooperieren wir im kaufmännischen Bereich mit der Fachhochschule für Ökonomie und Management in Essen und im technischen Bereich mit der Fachhochschule Bochum.
Unter dem Motto „Work-Life-Balance“, also Vereinbarkeit von Berufs-, Privat- und Familienleben, schnürt ThyssenKrupp Steel derzeit ein Maßnahmenpaket, um sich noch familienfreundlicher aufzustellen und damit im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte auch künftig erfolgreich zu sein. Seit Anfang Oktober 2006 unterstützt das Unternehmen seine Mitarbeiter beispielsweise bei der Suche nach geeigneter Betreuung für den Nachwuchs: Über eine Vermittlungsagentur werden maßgeschneiderte Betreuungsformen organisiert. Zusätzlich werden an den Standorten Duisburg, Bochum und Dortmund Notfallbetreuungsplätze in einer privaten Kindertagesstätte vorgehalten.
Eine im Sommer 2007 geschlossene Betriebsvereinbarung zielt darauf ab, dass Mitarbeiter in der Elternzeit den Kontakt zum Unternehmen aufrechterhalten und berufliche Förderangebote wahrnehmen können. Ziele sind eine reibungslose spätere Wiederaufnahme der Tätigkeit und eine Verkürzung der betrieblichen Einarbeitungszeit in der Rückkehrphase. Auch dies stärkt die Bindung qualifizierter Mitarbeiter an das Unternehmen.
Schachtofenschlacke
wurde als hochwertiger
Bauwerkstoff am Markt
eingeführt.
Das Segment Steel hat die weltweit einzigartige OxyCup®-Technologie entwickelt, um bisher nicht verwertbare eisenhaltige Reststoffe des Hüttenbetriebs in einem sogenannten Schachtofen wieder zu Roheisen zu schmelzen. Dies schont Rohstoffvorkommen und spart Kosten. Nach umfangreichen Forschungsarbeiten wurde außerdem Schachtofenschlacke als hochwertiger Bauwerkstoff auf dem Markt eingeführt. Statt auf Deponien entsorgt zu werden, bilden jetzt praktisch alle ehemaligen Reststoffe der Stahlerzeugung wichtige Produkte, die neue Kunden finden. Dieses ressourcenschonende Entsorgungskonzept macht Stahl schon in der Produktionsphase zu einem umweltfreundlichen Werkstoff.
ThyssenKrupp Steel investiert kontinuierlich in Anlagen, die Umweltbelastungen reduzieren und Ressourcen schonen. In Einzelfällen entfallen bei Neubauten im metallurgischen Bereich bis zu 30 % des Gesamtbudgets auf Umweltschutzmaßnahmen. Gewässerschutz, Luftreinhaltung und ein fast lückenloses Recyclingsystem sind feste Bestandteile der betrieblichen Prozesse. Im Geschäftsjahr 2006/2007 betrugen die Betriebsausgaben für Umweltschutz im Segment Steel 339 Mio €. Knapp die Hälfte der Aufwendungen entfiel auf den Gewässerschutz und mehr als ein Drittel auf die Luftreinhaltung.

Politisches Ziel der Bundesregierung in Deutschland ist es, bis 2020 die klimarelevanten Emissionen um 40 % zu senken. In der EU sollen die CO2-Emissionen um 30 % vermindert werden. Deutschland nimmt hier wie zuvor in der Kyoto-Periode bis 2012 eine Vorreiterrolle ein. Das Ziel ist extrem ambitioniert und wird drastische Änderungen der Energielandschaft zur Folge haben.
ThyssenKrupp Steel beteiligt sich aktiv an Forschungsinitiativen zur Minderung des spezifischen CO2-Ausstoßes bei der Stahlerzeugung. Hierzu zählt insbesondere die Teilnahme am Projekt „Ultra Low Carbon Steelmaking“ (ULCOS I), das mit Mitteln des Research Fund for Coal and Steel und der Europäischen Union gefördert wird. Viel stärker kann die Emissionsmenge durch intelligente Nutzung der Stahleigenschaften gesenkt werden. Zum Beispiel durch den Einsatz von innovativen Werkstoffen und Technologien für den automobilen Leichtbau und moderne Elektrobandqualitäten, die bei der Energieumwandlung einen Wirkungsgrad von 99 % sicherstellen. In Verbindung mit den uneingeschränkten Recyclingeigenschaften von Stahl können auf diese Weise Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Unter diesen Gesichtspunkten ist besonders die Begleitung zweier Forschungsprojekte von Bedeutung, die im Rahmen des Klimaforschungsgipfels mit Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung und Technologie aus der Taufe gehoben wurden.
Davon losgelöst werden im Rahmen der Kyoto-Nachfolge mit der Europäischen Kommission und der Bundesregierung Diskussionen geführt, um die spezielle Situation der europäischen Stahlindustrie im weltweiten Wettbewerb besser zu berücksichtigen und im Emissionshandel einen sektorspezifischen Minderungsweg für CO2-Emissionen zu ermöglichen. Hier ist vor allem das unter Federführung des europäischen Stahlverbands EUROFER entwickelte Bewertungsmodell zu nennen, das die besonderen Gegebenheiten der Stahlunternehmen berücksichtigt.
Die Europäische Kommission verknüpft die Klimapolitik zunehmend mit Instrumenten der Energiepolitik, Regelungen zur Luftreinhaltung und Richtlinien für den Betrieb von Industrieanlagen. Durch die intensive Verflechtung von Regelwerken wird es zukünftig schwerer, Ausnahmen für die Stahlindustrie durchzusetzen, die im Rahmen des internationalen Wettbewerbs aufgrund des Einsatzes von Kohle und Koks als Reduktionsmittel im Vergleich zu anderen energieintensiven Industrien notwendig sind.
In der Technischen Anleitung Luft von 2002 wurde festgelegt, dass die Anforderungen für Neuanlagen bis zum 31. Oktober 2007 auch für eine große Anzahl bestehender Anlagen umgesetzt und in den Genehmigungen nachgetragen werden müssen. Da die Anlagen der ThyssenKrupp Steel AG dem Stand der Technik entsprechen, waren nur kleinere Anpassungen notwendig. Die Festlegung von schärferen Grenzwerten führte in der Regel nicht zu unmittelbaren Investitionen.
Feinstaubbelastung
im Duisburger Norden
deutlich reduziert.
Die Feinstaubbelastung in der Umgebung des zentralen Standorts im Duisburger Norden ist im Jahr 2007 deutlich zurückgegangen. Dies kann auch zu einem merklichen Anteil auf die im freiwilligen Aktionsprogramm durchgeführten Maßnahmen zurückgeführt werden. ThyssenKrupp Steel hatte sich zur Durchführung von 43 Einzelmaßnahmen verpflichtet. Weiter zeigte ein in diesem Zusammenhang mit der zuständigen NRW-Landesbehörde verabredetes und gemeinsam durchgeführtes Messprogramm, dass aus dem Lager- und Umschlagbereich des Hafens Schwelgern kaum nennenswerte Beiträge an Feinstaub zu registrieren sind.
ThyssenKrupp Steel
beteiligt sich an den
Kosten des
Grüngürtelkonzepts.
Die historisch gewachsene enge Nachbarschaft von Industrie und Wohnbebauung im Duisburger Norden ist aus städtebaulicher Sicht unbefriedigend. Die Stadt Duisburg will deshalb mit finanzieller Unterstützung der EU, der NRW-Landesregierung und von ThyssenKrupp Steel einen Grüngürtel errichten, der die städtebaulichen Strukturen in den industrienahen Zonen im nördlichen Teil Duisburgs verbessert. Dieser Grüngürtel soll als Puffer zwischen Industrie und Wohnbebauung dienen und durch Rückbau kaum noch nachgefragter Wohnungen in den Industrienahtlagen geschaffen werden. Der Rat der Stadt Duisburg hat der Realisierung des Grüngürtelkonzepts im Dezember 2007 zugestimmt. ThyssenKrupp Steel beteiligt sich mit einer Spende an den Kosten.
Seit Abschluss des richtungsweisenden Tarifvertrags Zukunft im Jahr 2006 wurden insgesamt 260 hochqualifizierte ehemalige Auszubildende bei der ThyssenKrupp Steel AG in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Dieses in Deutschland einzigartige Instrument bewirkt, dass über die Laufzeit des Vertrages bis zum Jahr 2013 insgesamt 500 neue Arbeitsplätze im Unternehmen entstehen und 1.000 fertig ausgebildete junge Leute übernommen werden.
Weiterhin wurden zusätzlich im Rahmen des Ausbildungspaktes – geschlossen von Politik und Wirtschaft – betriebliche Einstiegsqualifizierungen für Jugendliche durchgeführt, die aus individuellen Gründen nur eingeschränkt für Vermittlungen geeignet sind. Im Geschäftsjahr 2006/2007 erhielten 20 junge Menschen die Chance, an dieser Maßnahme teilzunehmen. Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen, die dieses Qualifizierungsprogramm durchliefen, haben zwischenzeitlich einen Ausbildungsplatz bekommen.
Auf ganz verschiedenen Gebieten hat sich ThyssenKrupp Steel im Berichtsjahr gesellschaftlich eingebracht. Viele engagierte Mitarbeiter, Abteilungen und Bereiche haben mit praktischer Tatkraft oder finanzieller Unterstützung eine Reihe von sozialen Projekten gefördert. Diese selbst initiierten Fördermaßnahmen und Kooperationen laufen zum Teil schon seit Jahren. So hat der Bereich Energie/Anlagenwirtschaft durch sein traditionelles Spendenprogramm allein im Jahr 2007 rund 6.400 € an soziale Einrichtungen gegeben. Oft auf Anregung oder durch Vermittlung von Mitarbeitern unterstützt ThyssenKrupp Steel viele soziale Programme: So fördert das Unternehmen seit Jahren einen Kindergarten für schwerst- und mehrfachbehinderte Kinder in unmittelbarer Nachbarschaft des Werks Duisburg-Hamborn.
An drei Grundschulen im Duisburger Norden hat ThyssenKrupp Steel in einer Kooperation mit der Deutschen Umwelt-Aktion e.V. mehrere Unterrichtseinheiten im Fach Bionik – also der Verknüpfung von Biologie und Technik mit besonderem Schwerpunkt beim Umweltschutz – finanziert.
Bereits zum zweiten Mal veranstaltete das Unternehmen mit dem Deutschen Roten Kreuz einen kulturellen Abend. Auf dem Programm standen eine Lesung sowie ein Klavierkonzert. Der Erlös floss in die soziale Arbeit des DRK Duisburg.
In einer tatkräftigen Aktion warb ThyssenKrupp Steel 2007 für die Verbreitung des Organspendeausweises und damit lebensrettende Hilfe für todkranke Menschen: Zusammen mit der Gehaltsabrechnung im Oktober 2007 wurden an alle Mitarbeiter Blanko-Ausweise verschickt.
Umfangreiche Schulungen
zum Kartellrecht und zur
Korruptionsbekämpfung.
Das von der ThyssenKrupp AG aufgelegte Compliance-Programm, das für gesetzeskonforme und korruptionsresistente Geschäftsabläufe sorgt, wird im Segment Steel aktiv umgesetzt. Unter Führung des Direktionsbereichs Recht/Compliance/Patente wurde eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um Verstöße gegen gesetzliche Kartell- und Korruptionsvorschriften sowie die hierzu ergangenen Konzernrichtlinien unter allen Umständen zu vermeiden. Verschiedene Schulungs- und Trainingsprogramme zum Thema Compliance sollen den Mitarbeitern helfen, die Grenzen des rechtlich zulässigen Verhaltens zu erkennen, und sie für Gesetzeseinhaltung zu sensibilisieren. Mit den Ende 2006 von der ThyssenKrupp AG eingeführten E-Learning-Compliance-Schulungen zum Kartellrecht und zur Korruptionsbekämpfung haben mehrere tausend Mitarbeiter Kenntnisse über die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die konzerninternen Regelungen auf diesen Gebieten vermittelt bekommen. Die Programme werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Neben dem E-Learning-Programm werden umfangreiche Präsenzschulungen in den Bereichen Kartellrecht und Korruptionsbekämpfung durchgeführt. Mitarbeitern, die aufgrund ihrer dienstlichen Position im unmittelbaren Außenkontakt mit Kunden, Lieferanten und Wettbewerbern stehen, werden durch die Präsenzschulungen tiefer gehende Kenntnisse auf diesen Gebieten vermittelt.
Die erarbeitete Wertschöpfung im Segment Steel als Basis dessen, was an die wichtigsten Stakeholder, also Eigentümer, Mitarbeiter, Kapitalgeber und die öffentliche Hand, verteilt werden kann, wurde im Berichtsjahr 2006/2007 wie im Vorjahr noch einmal nennenswert gesteigert: Sie erreichte ein Volumen von gut 3,9 Mrd €, nach 3,2 Mrd € im Jahr zuvor.
