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Dr. Brigitte Hammer

Dr. Brigitte Hammer Innovatoren Innovationen thyssenkrupp Steel Europe

Dr. Brigitte Hammer: ein Arbeitsleben für den Stahl

Stahl ist nicht gleich Stahl – wer wüsste das besser als Dr. Brigitte Hammer? Denn der Stahl bestimmt ihr Leben, besser gesagt ihr Arbeitsleben: Seit 30 Jahren widmet Frau Dr. Hammer diesem Metall all ihre Gedankenkraft. Die zierliche Frau mit dem braunen Lockenkopf entwickelt und optimiert als Projektkoordinatorin Mehrphasenstähle für die Automobilindustrie. „Ich habe also keine eigene Abteilung, sondern leihe mir die Teammitglieder für die jeweiligen Projekte aus anderen Abteilungen zusammen“, erklärt Dr. Brigitte Hammer.

Neue Rezepturen entwickeln und testen

Der Erfolg ist dabei auf ihrer Seite: An insgesamt 19 verschiedenen Patenten war sie bisher beteiligt, zwölf davon betreffen Stahlentwicklungen. Doch wie sieht der Alltag einer Stahl-Entwicklerin aus? „Zunächst überlegen wir uns, an welchen Stellschrauben wir drehen könnten, ändern also beispielsweise die Zusammensetzung des Stahls“, erläutert Frau Dr. Hammer. „Diese neuen Rezepturen werden zunächst in der Pilotfertigung in Dortmund hergestellt – einer Art Mini-Stahlwerk, wo wir mit Mengen von etwa 100 Kilogramm statt wie in der Produktion mit 250 Tonnen arbeiten. In der Pilotfertigung können auch alle weiteren wichtigen Produktionsstufen in kleinem Maßstab nachgefahren und kostengünstiger und leichter als im Betrieb variiert werden. Sind die Ergebnisse der Laborphase vielversprechend, geht es im nächsten Schritt in die Betriebsversuche. Dort werden Herstellung und Eigenschaften des Stahles optimiert und in zahlreichen Untersuchungen getestet.“

Die Liebe für den Stahl begann früh

Bereits in der Schule zog es die Stahlexpertin zu den Naturwissenschaften. „Ich bin sehr einseitig begabt“, gesteht die gebürtige Duisburgerin. Ihr Vater gab schließlich den Ausschlag durch seine Beratung: Brigitte Hammer studierte Hüttenkunde mit dem Schwerpunkt Metallkunde. Ihre Promotion widmete sie dem Kupfer, bevor sie sich im Jahr 1984 bei Thyssen dem Stahl verschrieb. Zunächst arbeitete sie im Bereich des Edelstahls. Anschließend ging es für zehn Jahre in die Elektrobandforschung. Hier verbesserte sie die magnetischen Eigenschaften von Stählen für Transformatoren, Statoren oder Rotoren. Anschließend arbeitete sie im Bereich Werkstoffmodellierung und Simulation, und schließlich auf dem Gebiet der Mehrphasenstähle. Was macht die Faszination für den Stahl aus? „Die Vielseitigkeit des Stahls“, antwortet Frau Dr. Hammer, ohne überlegen zu müssen. „Ich mache gerne noch ein paar Jahre weiter, es war nie langweilig.“

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