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Was würden Gärtner ohne scharfe Heckenscheren und widerstandsfähige Sägen machen? Ein Möbelstück, bei dem Scharniere und Beschläge fehlen, wäre eine höchst wacklige Angelegenheit. Ein Auto ohne Sitzschienen, Schnallen für Sicherheitsgurte oder Kupplungslamellen in den modernen Automatikgetrieben – undenkbar.

„Für diese Produkte der Premium-Automobil-, Möbel- und Werkzeugindustrie fertigen wir das Ausgangsmaterial: Kaltband und Federstahl, Vergütungs- und Bandstahl“, sagt Hans Peter Borowa, Leiter Einkauf, Logistik und Materialwirtschaft bei Risse + Wilke. Das 1920 gegründete mittelständische Familienunternehmen zählt zu den Top 6 der Branche und genießt den Ruf, maßgeschneiderte Lösungen von höchster Güte zu liefern.

Bis zu 500 Meter pro Minute

Damit das so bleibt, wurde massiv investiert. Ein neues Nachwalzgerüst, das nahezu störungsfrei und höchstpräzise arbeitet, wurde 2013 in Betrieb genommen. Der Stahl kann nun beim Nachwalzen – auch Dressieren genannt – durch die hochgenaue Dressiergradregelung mit Lasermessung den jeweiligen Anforderungen entsprechend exakt eingestellt werden.

„Wir können jetzt in drei Schichten an sechs Tagen pro Woche Kaltband mit einer Breite bis maximal 820 Millimeter bei einer Geschwindigkeit bis zu 500 Metern pro Minute und einer Walzkraft von 600 Tonnen walzen“, so Rolf Döpper, Leiter Qualitätsmanagement.

 Rolf Döpper (l.) und Hans Peter Borowa (r.) sorgen bei Risse + Wilke für Qualität und perfekten Service.
Rolf Döpper (l.) und Hans Peter Borowa (r.) sorgen bei Risse + Wilke für Qualität und perfekten Service.

Null Fehler dank bestem Vormaterial

Mit dem neuen Nachwalzgerüst, das allein ein Fundament aus mehr als 2.600 Tonnen Beton und Stahl erforderte, brechen bei Risse + Wilke und den 350 Mitarbeitern neue Zeiten an. Die bisher größte Investition in der Firmengeschichte ist wesentlicher Bestandteil der strategischen Unternehmensausrichtung.

„In engem Kontakt mit unseren Partnern, insbesondere thyssenkrupp Steel Europe, arbeiten wir kontinuierlich daran, die Qualität unserer Produkte zu steigern und den Service zu verbessern“, sagt Borowa.

Die Null-Fehler-Strategie ist ein entscheidender Baustein des zertifizierten Qualitätsmanagements. Voraussetzungen dafür seien zum einen nur das beste Vormaterial: wie die bis zu 30 Tonnen schweren Stahlcoils von thyssenkrupp Steel Europe. Und zum anderen die nahtlose Kommunikation. Um sie noch schneller und effektiver zu gestalten, trifft man sich regelmäßig auf Qualitätskonferenzen.

Spezielle Güte

„Offene Zusammenarbeit prägt die Tradition unserer Häuser“, sagt Carola Pfeiffer aus dem Bereich Sales Industry bei thyssenkrupp Steel Europe. „So entwickeln wir unsere Ideen rund um den Stahl gemeinsam weiter, optimieren bestimmte Eigenschaften.“ Borowa fügt hinzu: „Damit sind wir mehr als nur ein Produktionsbetrieb, wir sind eine Innovationsschmiede.“

Erstes sichtbares Produkt der strategischen Allianz ist eine spezielle Güte für Sägenbandstahl, die Standfestigkeit und Lebensdauer der Sägen entscheidend verbessert. Das Vormaterial kommt – natürlich – von thyssenkrupp Steel Europe.

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