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Kronkorken für Südamerika

Die Brausparer: dünnere Kronkorken für Südamerika

Franz Dirrigl, technischer Kundenberater in der Weißblechsparte von thyssenkrupp in Andernach, sagt: „Die dünnsten Kronkorken der Welt kommen aus Peru.“ Das ist keine forsche Behauptung, er kann das belegen. Mit 0,17 Millimeter sind die Verschlüsse rund 20 Prozent dünner als die Norm, die bei 0,22 Millimeter liegt. „Das mag beim einzelnen Verschluss nicht viel erscheinen, auf die Masse gesehen ist das aber enorm viel“, so Dirrigl. Denn es bedeutet Materialeinsparung, Kostenreduzierung und nicht zuletzt einen geringeren CO2-Ausstoß.
Verpackungsstahl hat eine erfreulich hohe Recyclingquote.
Verpackungsstahl hat eine erfreulich hohe Recyclingquote.
Aber warum ausgerechnet Peru? „Wir haben bereits vor zehn Jahren überlegt, wie sich die Wettbewerbsfähigkeit von Weißblech stärken lässt“, sagt Verkaufsleiter Miguel Valdivia. „Unser Kunde Packing Peru war von Anfang an bereit, uns dabei zu unterstützen.“ Die einfachste Lösung: Kosten einsparen, indem man weniger Material einsetzt. Wird das Blech dünner, verliert es jedoch an Festigkeit. Um die Stabilität des Kronkorkens zu gewährleisten, ist daher eine festere Stahlsorte erforderlich.

Auf dem südamerikanischen Kontinent hat sich das Produkt mittlerweile etabliert und wird von fast allen großen Brauereien eingesetzt. In Europa waren die Hersteller zunächst zurückhaltend, aber auch hier sind dünnere Verschlüsse im Trend. Hauptsächlich auf Druck der weltweit agierenden, großen Bierkonzerne. Von den 100.000 Tonnen, die thyssenkrupp Rasselstein jährlich für die Kronkorkenherstellung produziert, ist bereits ein Drittel in der Dicke reduziert. Und so kommen die dünnsten Kronkorken der Welt zum Teil auch aus Andernach. (fh)

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