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Metallgehäuse aus Sachsen

Als das mittelständische Unternehmen damals mit dem Betrieb begann, stellte manspezielle Kühllösungen für Computer und Display-Anwendungen her. „Daher der Name“, sagt Marvin Michel. „Wir wollten unsere Erfindung mit einem knackigen Begriff patentieren lassen. Da man cool nicht schützen kann, haben wir einfach ein o dazugefügt. Dann ging’s.“

CooolCase produziert heute für die IT- und Medizintechnik, die Elektronik- und Automationsindustrie, die Telekommunikations- und Solarbranche. „Als der Vorbesitzer den Standort hier schließen wollte, entschloss sich mein Vater 2009, den Betrieb zu übernehmen“, so der 27-Jährige. Michel Senior war bis 2007 Geschäftsführer, besaß davor jedoch einen eigenen Werkzeugbau für Folgeverbundwerkzeuge.

Die Expertise in der Werkzeugherstellung wie auch das Know-how in der Metallverarbeitung sind das große Plus von CooolCase. Auf 5.000 Quadratmetern Produktionsfläche wird getrennt, gefügt und beschichtet. Es gibt Maschinen zum Fräsen, Schleifen und Stanzen – zum Schweißen und Einpressen der Metallzuschnitte kommen sogar zwei Roboter zum Einsatz.

CooolCase
Juniorchef Marvin Michel und Einkaufsleiter Siegmar Uhlemann mit Mustermodulen.

Zusammenarbeit von Stahlkonzern und Stahl-Service-Center

Denn bei CooolCase wird Stahl verarbeitet, eine Menge Stahl. Ein Großteil des Vormaterials kommt von thyssenkrupp Steel Europe. „Wir bekommen aus Duisburg Breitband geliefert, das als Grundlage für Spaltbänder und Zuschnitte dient“, sagt Rene Thomas vom thyssenkrupp Stahl-Service-Center in Radebeul. „Das feuer- oder elektrolytisch verzinkte, warm- oder kaltgewalzte Material wird bei uns angearbeitet und konfektioniert – auch kleinere Mengen sind möglich.“

Damit daraus Module und Gehäuse für die Computer- oder Solartechnik werden können, muss das Ausgangsmaterial höchste Qualität und Präzision besitzen. „Der Teufel steckt hier im Detail“, so Achim Peuster, Technischer Kundenberater bei Steel Europe.

„CooolCase benötigt kein nach Norm gefertigtes Material, sondern solches, das die Besonderheiten bei der Weiterverarbeitung berücksichtigt. Für die Tafelfertigung liefern wir daher nur sehr ebene und spannungsarme Coils mit eingeschränkten Dickentoleranzen und mechanischen Werten nach Radebeul.“

Spezialanfertigungen für Schulen und Polizeiwachen

Bedarfsgerechte Fertigung spielt für CooolCase und seine Kunden eine große Rolle. Schnelligkeit, Flexibilität und mitunter kleine Mengen sind gefragt. „Es geht dabei um Spezialanwendungen, etwa stabilere PC-Gehäuse für Schulen oder Polizeiwachen, die man anschließen kann, damit sie nicht gestohlen werden“, so Marvin Michel. „Spezialanwendungen mit hohem Standard und in einer Stückzahl von nur ein paar Tausend bekommt der Kunde aus Asien nicht.“

Die Nähe und schnelle Reaktionszeit der Stahl-Service-Center Kollegen in Radebeul, die in wenigen Stunden das benötigte Vormaterial auf den Hof fahren, trägt zu diesem wichtigen Wettbewerbsvorteil bei. Den engen Kontakt dorthin hält Einkaufsleiter Siegmar Uhlemann. „Bei den Mengen, die wir kontinuierlich kaufen, gehen wir natürlich direkt zum Hersteller. Das Stahl Service-Center ist quasi das nächste Bindeglied zum Stahlwerk.“

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