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Patenschaften bereichern, können neue Perspektiven eröffnen und Anregungen geben. Davon ist man bei der Schweizer Jansen Gruppe überzeugt. Seit vielen Jahren setzt das Unternehmen daher in seinen Divisionen auf Produktpaten sowohl bei der Entwicklung und Produktion von Stahlrohren als auch von Bau- und Kunststoffsystemen. Beispielsweise im Bereich Präzisionsstahlrohre, der hauptsächlich in die anspruchsvolle Autobranche liefert.

Hier kümmert sich Mario Gebhardt, einer der technischen Berater bei Jansen, persönlich um die Kunden und hält den engen Kontakt zum Lieferanten. „Nach wie vor aktuell sind die Themen Leichtbau und Total Cost Reduction“, sagt er. „Um den Trend auch künftig zu bedienen, müssen wir unsere Wanddicken weiter reduzieren. Dafür benötigen wir höher- und höchstfeste Stähle, die sich gut verarbeiten lassen und trotzdem zäh sind.“

Experten diskutieren Zusammensetzung und Verarbeitung von Stahl

Auf der Suche nach einer individuellen Leichtbaulösung trat der zuständige Jansen-Divisionsleiter Dr. Bernd-Michael Peters an Lieferant thyssenkrupp Steel Europe heran – mit der Idee eines Querdenkertages. 15 Experten aus beiden Häusern tauschten ihr Know-how auf der Westfalenhütte in Dortmund aus. Einen Tag lang wurde über Stahl diskutiert, seine Zusammensetzung und Verarbeitung analysiert, Aufgaben wurden definiert und verteilt. „Ziel ist es, die Eigenschaften der gelieferten Mangan-Bor-Stähle in Bauteilen wie Antriebs- und Nockenwellen oder Stabilisatoren weiter zu verbessern“, so Peters.

Dieser Pioniergeist ist das Erfolgsgeheimnis des traditionsreichen Familienunternehmens. Was 1923 als kleiner Handwerksbetrieb von Josef Jansen im schweizerischen Oberriet begann, hat sich zu einem international tätigen Hightech-Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern entwickelt. Heute ist die Gruppe in den drei Divisionen Steel Tubes, Building Systems und Plastic Solutions weltweit tätig. Sie erwirtschaftete im vergangenen Jahr knapp 300 Mio. Franken Umsatz.

 Auch nach 90 Jahren Firmengeschichte ist die Liebe zum Produkt groß.
Auch nach 90 Jahren Firmengeschichte ist die Liebe zum Produkt groß.

Wachsende Anforderungen der Autohersteller

thyssenkrupp Steel Europe gehört zu den größten Lieferanten. Es lag deshalb nahe, mit dem Stahlunternehmen im direkten Austausch ein innovatives und tragbares Konzept zu entwickeln. „Bevor wir auf beiden Seiten in zahlreichen Versuchen kostbare Zeit und Geld aufwenden, sprechen wir lieber miteinander“, bringt Peters das Jansen-Prinzip auf den Punkt. „Und damit fühlen wir uns bei thyssenkrupp Steel Europe sehr gut beraten.“

Das Werkstoffwissen fließt gezielt in neue Produkte und Entwicklungsprojekte bei Jansen und eröffnet so neue Märkte. Der Markt für hochwertige Präzisionsstahlrohre ist wegen der starken Substitution von Vollmaterial zu Rohr beim Antriebsstrang sowie Fahrwerk und Motor ein Wachstumsbereich. Die Anforderungen seitens der Automobilhersteller sind dabei sehr anspruchsvoll. Das gilt vor allem für den asiatischen, aber auch den süd- und nordamerikanischen Markt. Und so erweitern Partnerschaften und Patenschaften gleichermaßen das Repertoire.

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