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Eine schwere Tischplatte ruht auf zwei schwarzen Säulen aus Stahlblech, in der Mitte werden sie von silbernen Bändern filigran umlaufen – ein eleganter Titan. Der Schreibtisch strahlt die Ruhe einer verlässlichen Maschine aus, die gleich gestartet wird.

„Das ist ein Mauser Tonnenschreibtisch aus den 50er-Jahren“, erklärt Dieter Wiesemann im Ausstellungsraum der Firma Mauser Einrichtungssysteme im nordhessischen Korbach. Er klingt stolz. „Liebhaber legen dafür schon mal 10.000 Euro hin.“ Entwickelt hat den Tisch der Firmengründer Alfons Mauser, seine Gesichtszüge sind im Nebenraum in einer Büste verewigt.

Angeblich stellte er damals einfach zwei der Stahlfässer, die sein Unternehmen herstellte, nebeneinander, legte eine Platte darüber – fertig war die Designikone. „So lautet zumindest die Legende“, sagt Wiesemann. Martin Metzing, im Vertrieb von ThyssenKrupp Steel Europe zuständig für die EU, ist offensichtlich auf den Geschmack gekommen: „Den Tisch würde ich mir auch ins Büro stellen.“

Dieter Wiesemann ist Leiter des Einkaufs bei der Unternehmensgruppe Vauth-Sagel, zu der der Büro- und Objektmöbelhersteller Mauser gehört. Den Stahl, aus dem Mauser Industrieschränke und innovative Stauraumsysteme wie die Serie element.x formt, kaufen die Korbacher in Duisburg.

60 Jahre Mauser-Design: Dieter Wiesemann (l.) auf einem Tonnentisch aus den 1950er-Jahren. Martin Metzing vor einem neuen element.x-Regal.
60 Jahre Mauser-Design: Dieter Wiesemann (l.) auf einem Tonnentisch aus den 1950er-Jahren. Martin Metzing vor einem neuen element.x-Regal.

Geschäftsbeziehung mit langer Lebensdauer

Diese Kunden-Lieferanten-Beziehung reicht noch weiter zurück als der Tonnenschreibtisch. 1921 übernahm der Unternehmer Alfons Mauser im hessischen Waldeck eine ehemalige Karbidfabrik, um dort ab 1929 Stahlmöbel herzustellen.

Den Auftrag für die Lieferung des Rohstoffs bekam die Dortmunder Firma Hoesch – die 1991 zum Teil des Krupp-Konzerns wurde und 1999 in ThyssenKrupp aufging. Die Verbindung zwischen Mauser und Steel Europe ist demnach so solide und verlässlich wie der Stahl, um den es dabei geht.

„Mit diesem Stahl sind sehr enge Radien und filigrane Formen möglich“, so Wiesemann. Er ermöglicht durch seine präzise Verarbeitung in der neuen Büromöbelserie element.x Erstaunliches.

Die kastenförmigen Module ergeben zusammengefügt von vorne betrachtet das namensgebende X sowie abwechslungsreiche Konstruktionen in öffentlichen und künftig auch privaten Räumen. Sie zeigen, was aus Stahl alles entstehen kann – und aus einer langen, guten Zusammenarbeit.

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