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Sie hat viele natürliche Feinde, die an jeder Straßenecke lauern: Die Karosserie eines Autos muss sich gegen aufgewirbelte Steine zur Wehr setzen, Regen und Hagel trotzen und darf auch nach Kratzern nicht anfangen zu rosten. Die Automobilhersteller setzen auf Zink als Korrosionsschutz.

Auf dem Markt existieren verschiedene Verzinkungsverfahren in unterschiedlichen Qualitäten – aber nur thyssenkrupp Steel Europe bietet als erster Stahlhersteller sämtliche automobiltypischen Überzüge auch in Außenhautqualität an. Mit ZM Ecoprotect® und ZM Primeprotect® ist darüber hinaus eine echte Innovation gelungen: Der Zink-Magnesium-Überzug kommt nun auch für sichtbare Teile der Karosserie zum Einsatz – und das sogar früher als geplant.

„Seit Januar 2013 haben wir in einem Projektteam intensiv an dieser Weiterentwicklung gearbeitet“, erklärt Projektleiter Frank Vennemann aus dem Bereich Technologie & Innovation. „Den Durchbruch hatten wir für September 2014 angestrebt. Tatsächlich haben wir bereits im Februar die Serienreife erlangt.“

Fakten zum Werk

Deutlich erhöhter Korrosionsschutz

Gegenüber reinen Zink-Überzügen haben ZM Ecoprotect® und ZM Primeprotect® einige verblüffende Vorteile, von denen auch die Umwelt profitiert: „Durch den deutlich erhöhten Korrosionsschutz kann die Auflagenstärke des Zink-Magnesium-Überzugs gegenüber konventionellen Verzinkungen um etwa ein Drittel reduziert werden“, sagt Dr. Jörg Lewandowski, Leiter Produkteinführung bei Sales Automotive. „Das schont Ressourcen. In Summe kommt pro Mittelklassefahrzeug eine Ersparnis von zwei Kilogramm Zink und mehr zusammen.“

Der Überzug bietet eine optimierte Oberfläche. „Bei gutem Umformverhalten im Presswerk wird ein extrem hochwertiges Lackerscheinungsbild in Premiumqualität realisiert“, so Lewandowski. „Und das im Bedarfsfall auch ohne Aufbringen eines Füllers.“ Der farbgebende Lack wird also direkt auf die Grundierung gebracht. Das spart Zeit und Geld, und es kommt der Umwelt zugute. Neben den Herstellern bereitet der neue Zink-Magnesium-Überzug auch dem Endverbraucher Freude.

Ein Team für zwei Innovationen (v. l. n. r.)
Ein Team für zwei Innovationen (v. l. n. r.): Claus Wieczorek, Gernot Nothacker (beide FBA 8), Meiko Gil (Engineering Dortmund), Frank Vennemann (Projektleiter) und Heiner Meyring (FBA 8).
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