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Als Jogi Löw im Juni mit der Nationalmannschaft zur WM in Brasilien weilte, sorgten Windmasten aus Bayern dafür, dass im deutschen Lager der Strom nicht ausging. Sechs längsnahtgeschweißte Stahlrohre, deren Material von thyssenkrupp Steel Europe kommt, wurden vom Hersteller Europoles nach Südamerika verschifft. Mit Windturbinen ausgestattet, sorgten die Masten dafür, dass im deutschen Quartier Videoanalysen reibungslos vonstattengingen, die Handys der Spieler stets empfangsbereit waren und die Klimaanlagen nicht ausfielen.

Masten als Baum gestaltet

Das Unternehmen mit Sitz in Neumarkt bei Nürnberg beschäftigt weltweit rund 1.500 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 260 Millionen Euro. Im Portfolio des europäischen Marktführers sind Standard- und Sonderlösungen für Masten, Stützen, Türme sowie Trägersysteme aus Stahl, Beton und glasfaserverstärktem Kunststoff.

Die verschiedenen Produkte lassen sich im eigens angelegten „Mastenpark“ besichtigen. Die standhaften Masten tragen Ampeln oder auch Flutlichtanlagen, manche werden gar als Baum gestaltet, um das Landschaftsbild nicht zu stören. Nach oben spitz zulaufende „Grashalmmasten“ sorgen für urbanes Flair.

Funktionale Lösungen für Deutschland

„In Deutschland“, sagt Europoles-Geschäftsbereichsleiter Torsten Rehfeldt, „mag man Masten eher funktional.“ In Frankreich hingegen seien Straßenlaternen verschnörkelter, samt passender Parkbank und Abfalltonne. Diese Speziallösungen seien aber auch in Deutschland zu besichtigen: „Es ist toll, wenn man durch die Hamburger Hafencity schlendert und sagen kann: Diese Masten kommen von uns!“ Tatsächlich stammt fast jeder zweite Beleuchtungsmast in Deutschland aus einem der Europoles-Werke.

Die Stahlrohre für das WM-Quartier produzierte der Betrieb in Dinkelsbühl. Aber auch in den polnischen Werken in Konin und Chrzanów werden Stahlcoils zu tragfähigen Masten verarbeitet. Aus diesen aufgerollten Stahlbändern entstehen die hohlen Masten, in denen Kabel für Ampelanlagen, Leuchten oder Stromleitungen unterkommen. Im Kommunikationsbereich sorgen sie als Antennenträger dafür, dass man jederzeit auf seinem Handy erreichbar ist.

Innovative Werkstoff- und Logistikkonzepte

Seit über zehn Jahren liefert thyssenkrupp Steel Europe den Stahl in den Güten S355 und S235 für Europoles. „thyssenkrupp Steel Europe ist durch seine große Angebotsbreite und den hohen Qualitätsanspruch ein wichtiger Partner“, sagt der langjährige Leiter des Materialeinkaufs bei Europoles Jürgen Strobl. Neben den Coils werden von dort auch diverse Zusatzteile zu Betonmasten wie geschweißte Stahlrohre oder Winkeleisen bezogen.

„Mit unserem Stahl kann Europoles seine Ansprüche erfüllen. Unsere innovativen Werkstoff- und Logistikkonzepte werden auch in Zukunft die Basis für die Partnerschaft zwischen unseren Häusern bilden“, so Martin Metzing von thyssenkrupp Steel Europe. Die Masten kommen zum Beispiel bei Sportevents wie dem Skispringen am Holmenkollen in Oslo oder im Aachener Reitstadion zum Einsatz. „Der Markt Südamerika ist sehr interessant und birgt große Möglichkeiten für Europoles“, sagt Torsten Rehfeldt im Rückblick auf die Lieferung für die Nationalelf.

Weitere Informationen über das Unternehmen finden Sie online auf www.europoles.de

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