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Tagespresse, Fachpresse, 04.09.2018, 18:55

Sonderpreis für vorbildliche Energieeffizienz. EnergieAgentur.NRW zeichnet „Projekt Optimierung Lokeinsatz“ von thyssenkrupp Steel aus

  • Tabletcomputer machen Schichtwechsel im Lokbetrieb effizienter
  • Einsparung von 119.000 Liter Diesel pro Jahr
  • GPS-System sorgt für effizienten Verkehrsfluss und hilft bei Notfällen

Neue Industrietablets machen den Lokrangierführern bei thyssenkrupp Steel Europe das Leben leichter. Seit der Eisenbahnbetrieb im Duisburger Hüttenwerk seine Lokomotiven mit moderner Logistik-Hard- und Software ausgestattet hat, kann er die Loks deutlich produktiver nutzen. Für diesen effizienteren Ressourceneinsatz verlieh die Energieagentur.NRW der thyssenkrupp Steel Europe AG bei der Vergabe des EnergieInnovationspreises heute in Düsseldorf einen Sonderpreis. „Nichts wirkt so gut wie das durchdachte, funktionierende Beispiel“, lobte Christoph Dammermann, Staatssekretär des Wirtschafts- und Energieministeriums. „Das gilt auch für die kluge, weil ökonomischere Energieverwendung. Die Bandbreite der preiswürdigen Projekte war bei diesem Wettbewerb sehr groß. Die Gewinner wie thyssenkrupp zeigen eindrucksvoll, wie viele Möglichkeiten Unternehmen im effizienten Umgang mit Energie haben.“

„Großer Bahnhof“ im Duisburger Hüttenwerk

Tag und Nacht sind bei der größten Werksbahn Europas in Duisburg knapp 90 Loks mit den ca. 65 Mio Tonnen jährlich transportiert werden im Einsatz. Dank der neuen, fest installierten Tablets sparen sich die Lokführer beim Schichtwechsel den Umweg über den Mannschaftsraum. Bislang studierten sie dort am Schwarzen Brett zunächst die tagesaktuellen Anweisungen, um dann ihre abgestellte Lok aufzuschließen. Neuerdings übernehmen sie mit weniger Aufwand diese bei Schichtbeginn persönlich von ihrem Vorgänger – und erhalten die tagesaktuellen Anweisungen digital auf das Tablet.

Weniger Diesel – geringerer CO2-Ausstoß

Das spart nicht nur Zeit und Papier, sondern auch Energie: Durch das „Projekt Optimierung Lokeinsatz“ rollt eine der werkseigenen Loks dauerhaft aufs Abstellgleis. Dadurch spart der Eisenbahnbetrieb jährlich rund 7.000 Betriebsstunden und 119.000 Liter Diesel ein. Der CO2-Außstoß der Loks sinkt um 313 Tonnen pro Jahr.

Die gleichzeitig eingeführte GPS-Ortung der Loks erhöht auch die Arbeitssicherheit, weil die Fahrzeuge immer, auch in kritischen Situationen, zielgenau angesteuert werden können. Das Lokortungssystem verhindert außerdem Umwege sowie Wartezeiten. Dank genauer Verbuchungszeiten der Transporte können die Disponenten den optimalen Fahrweg der Loks definieren und die Ressourcen so effizienter einsetzen. Auch das spart Energie und schont die Umwelt. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, Logistik- und Planungsprozesse im Unternehmen zu optimieren, um unsere Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit zu steigern. Mit dem Projekt „Optimierung Lokeinsatz“ erzielen wir nicht nur unternehmerische Vorteile, sondern auch nachhaltige ökologische Effekte“, sagt Ulrike Höffken, Leiterin Logistik bei thyssenkrupp Steel Europe.

„Rundes Konzept“

Die EnergieAgentur.NRW würdigt das „Projekt Optimierung Lokeinsatz“ als betriebswirtschaftlich runden Beitrag zum Thema Mobilität in Unternehmen. Gleichzeitig überzeuge der digitale Ansatz bei der Innovation. „Wir möchten die Energieeffizienz im Bereich Mobilität stärker ins Bewusstsein der Betriebe rücken. thyssenkrupp Steel Europe hat dazu ein rundes Konzept abgeliefert“, begründet Ulrich Goedecke von der EnergieAgentur.NRW die Verleihung des Sonderpreises.

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