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Tagespresse, 24.04.2019, 14:00

Frischer Wind für den Mathematikunterricht: Grundschüler bauen Windräder im Technikzentrum von thyssenkrupp in Siegen

Elf Viertklässler der Stahlbergschule Müsen aus Hilchenbach tauchten an zwei MINT-Tagen in die Welt von Mathematik, Naturwissenschaften und Technik ein – und bastelten mit Hilfe von thyssenkrupp Azubis bunte Windräder aus Folien der Bandbeschichtungsanlage im Werk Eichen.

Zahlen, Formeln, Figuren – für Kinder gleicht der Umgang mit Mathematik und Geometrie manchmal dem berüchtigten Kampf gegen Windmühlen. Diesen Kampf haben Grundschüler im Technikzentrum Siegen bei thyssenkrupp Steel jetzt erfolgreich aufgenommen. An zwei MINT-Tagen tauchten elf Viertklässler der Stahlbergschule Müsen aus Hilchenbach in die Welt von Mathematik, Naturwissenschaften und Technik ein – und bastelten unter Anleitung von thyssenkrupp Azubis bunte Windräder aus Folien der Bandbeschichtungsanlage BBA 3 in Eichen.

Mathematik spielerisch erfahren

Im Schulungsraum von thyssenkrupp Steel griffen die Mädchen und Jungen am ersten Tag zunächst zu Bleistift und Geodreieck. Wie groß ist die Fläche eines Windrades? Und wie viele Windräder kann ich aus einem Zuschnittbogen basteln? Geometrische Berechnungen zur Flächenausnutzung, die den Kindern in der Schule oft abstrakt erscheinen, führten hier zu praktischen Ergebnissen.

Auch in der Ausbildungswerkstatt von thyssenkrupp Steel durften sich die Viertklässler umsehen. Zwei angehende Industriemechaniker erzählten von ihrer Ausbildung und zeigten den Kindern den Steuerungstechnikraum, die Pneumatik und Hydraulik. „Die Kinder haben ein gutes Gefühl für Technik. Dieses Interesse und grundlegende handwerkliche Fähigkeiten möchten wir auch schon bei Grundschülern fördern“, so der Ausbilder für Metalltechnik Sascha Stettner.

Vorbereitungen im Klassenraum: Im Kunstraum der Schule bastelten die Kinder gemeinsam mit vier Industrie- und Verfahrensmechaniker aus dem zweiten Ausbildungsjahr die Windräder. Zuvor hatten die Azubis die Folien, die in der Produktion lediglich in Weiß verwendet werden, von beiden Seiten bunt lackiert.

Auszubildende von thyssenkrupp Steel in der Stahlbergschule

Beim Gegenbesuch im Kunstraum der Schule ging es dann am zweiten Tag an die praktische Arbeit. Vier Industrie- und Verfahrensmechaniker aus dem zweiten Ausbildungsjahr hatten jede Menge Material und Werkzeug im Gepäck, um die Windräder gemeinsam mit den Kindern zum Drehen zu bringen. Zuvor hatten die Azubis die Folien, die in der Produktion lediglich in Weiß verwendet werden, von beiden Seiten bunt lackiert. Einzeichnen, zuschneiden, lochen, Stäbe biegen und vernieten stand dann auf dem Stundenplan. Am Ende nahmen die Kinder knapp 50 Windräder mit nach Hause. „Es war interessant zu sehen, wie viel Spaß die Schüler bei der Arbeit hatten und mit welchem Engagement und Interesse sie mitgemacht haben“, erzählt eine der Auszubildenden Marie-Theres Pabst.

Interesse für Naturwissenschaften und Technik bei Kindern frühzeitig wecken

thyssenkrupp Steel und die Grundschule Müsen werteten das Projekt als vollen Erfolg. Denn die Kinder haben erfahren, wie wichtig mathematische Kenntnisse sind – und dass am Ende etwas Schönes dabei herauskommen kann. Die MINT-Tage bei thyssenkrupp Steel, die bislang Schülern der Mittelstufe vorbehalten waren, will die Stahlberggrundschule gleich im nächsten Jahr fortsetzen. Dann werden die Azubis allerdings Stahlblech mitbringen – denn die Kinder haben gezeigt, dass sie technisch schon einiges draufhaben.

„Die Begeisterung für MINT-Fächer kann man nicht früh genug wecken, und wenn das auf spielerische Weise gelingt, ist das eine gelungene Investition in die Zukunft. Denn als einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region sind wir auf junge Leute angewiesen, die für Naturwissenschaften und Technik brennen“, betont die Arbeitsdirektorin von thyssenkrupp Steel, Dr. Sabine Maaßen. Auch andere Grundschulen können bei Interesse an einem MINT-Projekt Kontakt mit dem Kreuztaler Ausbildungsleiter Hans-Joachim Klose aufnehmen.

Ausbilder Stettner ist überzeugt, dass die Kinder die MINT-Tage in guter Erinnerung behalten. Dass sie selbst Mathe nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen – das hat sich für die Kinder bei thyssenkrupp Steel auf eindrucksvolle Weise bestätigt.

Test bestanden: Mit dem Werkzeug, das die thyssenkrupp Azubis mitgebracht hatten, haben die Viertklässler die Windräder eingezeichnet, zugeschnitten, gelocht, gebogen und vernietet. Am Ende sind 50 drehende Windräder entstanden.

Über uns

thyssenkrupp Steel beschäftigt am Standort Kreuztal circa 1.000 Mitarbeiter und bildet zurzeit 95 junge Erwachsene in den Berufen Industriemechaniker, Verfahrenstechnologe, Elektriker, Mechatroniker und Kaufleute für Büromanagement aus. Der Standort hat mit seinen zwei Feuerverzinkungs- und zwei Bandbeschichtungsanlagen eine Jahreskapazität von rund 1,3 Millionen Tonnen und liefert seine Produkte als verzinktes oder organisch beschichtetes Feinblech oder Band in Form von Coils oder Tafeln an die Automobil-, Bau-, Trailer- und Hausgeräteindustrie, in den Anlagenbau und an Service-Center zur Weiterverarbeitung.

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