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Tagespresse, 25.02.2015, 16:30

Rekordquote bei Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ in Duisburg: 95 Nachwuchswissenschaftler am Start – Ein früherer Teilnehmer sitzt jetzt in der Jury

ThyssenKrupp Steel Europe "Jugend forscht" in Duisburg
Geballte Experimentierfreude: die Teilnehmer des 33. Duisburger Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“.

„Es geht wieder los“, heißt es dieses Jahr deutschlandweit bei Jugend forscht. Gastgeber des 33. Regionalwettbewerbs in Duisburg war ThyssenKrupp Steel Europe. Das Unternehmen und die Organisatoren von Jugend forscht konnten sich dabei über eine Rekordteilnahme freuen: 95 junge Nachwuchswissenschaftler stellten insgesamt 51 Projekte vor. Eine Fachjury hatte die Qual der Wahl und wählte aus den vielen, mit Herzblut präsentierten Arbeiten die besten aus. Die jeweils Erstplatzierten sind für die nächste Runde, den Landeswettbewerb in Leverkusen qualifiziert.

Vom Teilnehmer zum Jurymitglied bei Jugend forscht

Wer einmal bei Jugend forscht mitmacht, den lässt das Forschervirus nicht so leicht los. Das ging auch Markus Henrichs so: Er nahm während seiner Ausbildung zum Industriemechaniker bei ThyssenKrupp Steel Europe am Regionalwettbewerb teil. Im Rahmen seines Studiums zum Wirtschaftsingenieur blieb er dem Unternehmen als Werksstudent erhalten. Auch die Begeisterung für Jugend forscht blieb bestehen: Henrichs wurde 2011 Gastjuror, ist seit 2013 vollwertiges Jury-Mitglied für den Fachbereich Arbeitswelt und erfüllt diese Aufgabe mit großem Engagement, so auch beim diesjährigen Wettbewerb. „Ich weiß selbst noch genau, wie aufgeregt ich am Wettbewerbstag war“, erinnert sich Henrichs, „und auch wie stolz, dass mein Projekt so genau und ernsthaft begutachtet wurde. Jugend forscht ist eine tolle Einstiegsmöglichkeit in die Welt der Wissenschaften“.

Die Nachwuchsforscher von heute

In den vergangenen zehn Jahren wurden in Duisburg rund 1.350 Projekte von fast 2.600 Teilnehmern eingereicht. Die Zahlen steigen seit einigen Jahren an, vor allem der Anteil der weiblichen Jungforscher: er hat sich seit 2010 mehr als verdoppelt, in diesem Jahr stellen die Mädchen und jungen Frauen bereits rund 38% der Teilnehmer. „Der Aufwärtstrend insgesamt zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Auch die Qualität und die Reife einiger Projekte sind immer wieder beeindruckend. Wir unterstützen Jugend forscht von Herzen und sehen unser Engagement als Zeichen für eine frühe und uneingeschränkte Talentförderung“, erklärt Thomas Schlenz, Personalvorstand bei ThyssenKrupp Steel Europe.

Die jungen Wissenschaftler kamen in diesem Jahr von Schulen aus Bocholt, Essen, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Mülheim, Vreden und Wesel. Auch Auszubildende von ThyssenKrupp Steel Europe waren dabei, diesmal von allen vier Standorten, aus Duisburg, Bochum, Dortmund und Siegen. Die Projekte verteilten sich auf die Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Mathematik/Informatik, Physik und Technik. Die jeweils Erstplatzierten können sich auf den Landeswettbewerb und eine Siegesprämie freuen. Die zweiten und dritten Plätze werden ebenfalls mit einer Prämie honoriert:

In der Sparte Jugend forscht (15 - 21 Jahre) wurden Arbeiten aus Bochum, Bocholt, Duisburg, Dortmund, Essen, Kreuztal, Mühlheim, Vreden und Wesel prämiert.

Sieger

  • „Auge steuert Rollstuhl – Eyetracking mit openCV“, Fachgebiet Arbeitswelt, Myrijam Stoetzter (14), Paul Foltin (15), Franz-Haniel-Gymnasium, Duisburg-Homberg (Stand 2)
  • „Untersuchung eines Bananenextraktes auf die antibakterielle Wirkung gegen das Streptococcus mutans Bakterium“, Fachgebiet Biologie, Mikail Bahar, Maria-Wächtler-Gymnasium, Essen (Stand 9)
  • „Entwurf eines Modells für künstliche neuronale Netze“, Fachgebiet Mathematik/Informatik, Tarik Ceylan (20), Städtisches Gymnasium Georgianum, Vreden (Stand 31)
  • „Untersuchung zur Übertragbarkeit ausgewählter Methoden der Analysis auf quadratische Matrizen“, Fachgebiet Mathematik/Informatik, Luca Mischendahl (18), Florian König (15), Städtisches Steinbart-Gymnasium, Duisburg (Stand 36)

2. Preis

  • „Aktiver Stuhl – Gesundes Sitzen im Büro“, Fachgebiet Arbeitswelt, Moritz Engels (21), David Grundmann (20), Marvin Grabowski (19), ThyssenKrupp Steel Europe AG, Dortmund (Stand 1)
  • „Organisatorisch und ergonomisch verbesserte Späneabfuhr an der Drehmaschine“, Fachgebiet Arbeitswelt, Till Reimer (18), Marvin van de Sand (20), Christopher Berg (18), Krohne Messtechnik/ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg (Stand 4)
  • „Autonome Navigation in beliebigen Räumen“, Fachgebiet Mathematik/Informatik, Hannah Wiedeking (17), Tobias Welling (17), Gymnasium Essen-Werden (Stand 29)
  • „Konstruktion eines autonomen Roboters basierend auf einem Raspberry PI“, Fachgebiet Technik, Jan-Marc Kartenbender (16), Kurt Lukas Miederer (17), Gymnasium Essen-Werden (Stand 46)
  • „Optimierung der Einlaufhydraulik der Schubbeize zur Störungs-Minimierung und Energieeinsparung, Fachgebiet Technik, Leon Becker (16), Hakan Alemdar (18), Jan Eric Paßmann (18), ThyssenKrupp Steel Europe AG, Bochum (Stand 48)
  • „Umweltbewusstes Heizen – Heizwertbestimmungen mit Dingen aus unserer Umwelt“, Fachgebiet Chemie, Clara Hünker (15), Lilly Hünker (15), Städtisches Gymnasium Georgianum Vreden (Stand 18)
  • „Untersuchung des Chloridionengehaltes im Verlauf der Lippe unter Berücksichtigung des Einflusses der Kohlezechen“, Fachgebiet Chemie, Maximillian Wießmeier (17), Priv. Bischöfliches St. Josef-Gymnasium, Bocholt (Stand 19)
  • „Nahrungsmittelversorgung der Zukunft“, Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften, Clemens Norff (15), Yannik Kruska (15), Andreas-Vesalius-Gymnasium, Wesel (Stand 28)

3. Preis

  • „Dynamischer Zugluftstopper“, Fachgebiet Arbeitswelt, Burak Yildiz (20), Sascha Blume (19), Alexander Jung (20), ThyssenKrupp Steel Europe AG, Kreuztal (Stand 3)
  • „Reduzierung der Probleme beim Wechsel des Telefonanbieters“, Fachgebiet Mathematik/Informatik, Philipp Hoffmann (19), Gymnasium Essen-Werden (Stand 34)
  • „Analyse und Optimierung einer Exzentermembranpumpe mit besonderer Berücksichtigung der Membrane als kritisches Bauteil“, Fachgebiet Technik, Lars Kürten (17), Maria-Wächtler-Gymnasium, Essen (Stand 42)
  • „OHP-Beamer“, Fachgebiet Technik, Philipp Kallweit (21), Maximillian Knoch (20), ThyssenKrupp Steel Europe AG, Bochum (Stand 47)
  • „Hydrocarbonoklastische Bakterien in ölhaltigen Bodenproben“, Fachgebiet Biologie, Joshua Brandt (19), Alexander Lüthe (17), Friedrich-Albert-Lange Berufskolleg Duisburg (Stand 7)

In der Sparte Schüler experimentieren (bis 14 Jahre) überzeugten Projekte aus: Duisburg, Essen und Mülheim.

Sieger

  • „Welche Samen bevorzugt die Ameisenart Messor barbarus?“, Fachgebiet Biologie, Jonah Humkamp (12), Florian Alexander Schillak (13), Bischöfliches Gymnasium am Stoppenberg, Essen (Stand 14)
  • „Origami in der Mathematik“, Fachgebiet Mathematik/Informatik, Maren Garden (13), Lynn Seuchter (13), Julia Sophie Kähler (13), Städt. Steinbart-Gymnasium, Duisburg (Stand 40)

2. Preis

  • „Efeu –ein alternatives Waschmittel?“, Fachgebiet Biologie, Nele Stumme (12), Karl-Ziegler-Schule, Mülheim (Stand 10)
  • „Goldcap Kondensatoren: Energiespeicher der Zukunft?“, Fachgebiet Physik, Mohamed Karrad (14), Globus am Dellplatz, Duisburg (Stand 41)

3. Preis

  • „Warum färben sich die Blätter der Laubbäume im Herbst gelb oder rot?“, Fachgebiet Biologie, Hannah Meister (13), Tamara Götting (13), Merle Makrutzki (12), Bischöfliches Gymnasium am Stoppenberg, Essen (Stand 12)
  • „Qualitativer und quantitativer Nachweis von Umweltbelastungen durch Auswirkungen auf die Photosyntheseleistung“, Fachgebiet Chemie, Lukas Born (14), Gymnasium Essen-Werden, Essen (Stand 24)

Wettbewerbe auf regionaler, Landes- und Bundesebene

Für Jugend forscht ist der diesjährige Wettbewerb ein besonderer, denn die Initiative feiert 2015 ihr 50-jähriges Jubiläum. Seit 1966 haben mehr als 235.000 junge Forscherinnen und Forscher teilgenommen, getüftelt und experimentiert. In diesem Jahr stellen die Nachwuchswissenschaftler bundesweit 11.500 Projekte vor. Seit Ende Januar laufen die Regionalwettbewerbe. Eine Jury aus Industrie, Schule, Hochschule wählt die besten Arbeiten aus und kürt die Sieger, die danach an den Wettbewerben auf Landesebene teilnehmen: Der Landeswettbewerb NRW findet für Jugend forscht vom 23. bis 25. März 2015 in Leverkusen statt, für Schüler experimentieren am 8. und 9. Mai 2015 in Essen. Den Abschluss des Jubiläumsjahres von Jugend forscht bildet der Bundeswettbewerb vom 26. bis 30. Mai 2015 in Ludwigshafen.

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