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Tagespresse, 06.05.2015, 14:30

Deponie Wehofen: Bezirksregierung Düsseldorf lädt für den 27. Mai zum Erörterungstermin in die Stadthalle Walsum ein – Betrieb der Lagerstätte sichert indirekt auch Arbeitsplätze in Dinslaken

Deponie Wehofen
Blick vom ersten Bauabschnitt auf die Halde Wehofen Ost. Im Hintergrund das Hüttenwerk von ThyssenKrupp Steel Europe.

Die Bezirksregierung Düsseldorf lädt Bürger, die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens Einwendungen gegen die Erweiterung der Deponie Wehofen-Nord vorgebracht haben, zu einem Erörterungstermin am 27. Mai um 10 Uhr ein (Einlass ab 8:30 Uhr). Dabei werden alle offenen Fragen mit dem Antragsteller ThyssenKrupp Steel Europe und der zuständigen Behörde, der Bezirksregierung Düsseldorf, besprochen. Sollten an diesem Datum nicht alle Einwendungen behandelt werden können, würde der Erörterungstermin an den Folgetagen fortgesetzt. Die Veranstaltung findet in der Stadthalle Walsum statt.

Durch diese Form der gesetzlich vorgeschriebenen Öffentlichkeitsbeteiligung fließen die Belange der Anwohner in das Planfeststellungsverfahren ein. Darüber hinaus haben verschiedene Besichtigungen des Deponie-Geländes sowie mehrere von ThyssenKrupp Steel Europe initiierte „Runde Tische“ in Dinslaken stattgefunden, um das Projekt vorzustellen. „Die Besorgnisse der Anwohner im Averbruch, die mit der Erweiterung der Deponie verbunden sind, nehmen wir sehr ernst“, versichert Dr. Herbert Eichelkraut, Produktions-Vorstand bei ThyssenKrupp Steel Europe. „Wir wollen das Projekt weitestgehend einvernehmlich mit den Bürgern dieser Stadt realisieren und werben daher weiter für Verständnis in die Notwendigkeit dieses Projekts“, betont Dr. Eichelkraut. „Die Überlebensfähigkeit einer industriell geprägten Region hängt nicht zuletzt von der Möglichkeit ab, eine solche Maßnahme unter Einbeziehung aller Umweltschutz-Aspekte umsetzen zu können.“

Die Erweiterung der Deponie Wehofen-Nord um einen dritten Bauabschnitt würde ThyssenKrupp Steel Europe gestatten, weiterhin Schlacke aus dem benachbarten Stahlwerk im Duisburger Norden auf dem firmeneigenen Gelände in Dinslaken zu lagern. „Dieser Schritt wäre ein wesentlicher Baustein für die Zukunftssicherung des Standorts Duisburg und damit auch für viele Arbeitsplätze in Dinslaken“, betont Dr. Eichelkraut. Die Ablagerung von Reststoffen aus der Eisen- und Stahlindustrie ist ein entscheidender Entsorgungsweg für das nur sechs Kilometer Luftlinie entfernte Werk. In Dinslaken leben derzeit etwa 1.200 Mitarbeiter sowie 77 Auszubildende, die im Stahlwerk beschäftigt sind. Damit ist ThyssenKrupp Steel Europe indirekt der größte Arbeitgeber in Dinslaken. Hinzu kommen Dienstleistungsfirmen aus Dinslaken, die Aufträge vom Duisburger Stahlwerk erhalten und dadurch ebenfalls von dessen Weiterbetrieb abhängig sind.

Der Standort Wehofen im Dinslakener Süden hat eine 75-jährige Geschichte als Lagerstätte. Der Deponiebetrieb im nördlichen Teil des Geländes hat schon vor rund 30 Jahren begonnen. Weite Teile davon werden in Kürze begrünt und es sind Feuchtbiotope sowie Nistkästen für Vögel angelegt worden. Im Bereich der Deponie Wehofen-Nord ist bereits Raum für wild lebende Tier- und Pflanzenarten. Entlang der Deponie-Nordböschung verläuft der Emscher-Radweg, den viele Dinslakener aus der Nachbarschaft für Ausflüge nutzen. Im dortigen Bereich werden demnächst Sport- und Spielgeräte für Freizeitaktivitäten der Bürger aufgestellt. Auch der jetzt geplante dritte Bauabschnitt soll später renaturiert werden und so als zusätzliche „grüne Lunge“ für das Wohnumfeld dienen. Das Hochplateau der Deponie sowie die nach Süden ausgerichtete Böschungsfläche wird nach der Abdichtung als so genanntes mageres Offenlandbiotop entwickelt. Dies ist ein besonders geeigneter Lebensraum für Mauereidechsen und weitere unter Naturschutz stehende Pflanzen und Tiere. Der Raum zwischen Emscher-Deich und dem Fuß der Deponie wurde aufgefüllt und wird jetzt begrünt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.deponie-wehofen.de.

Fakten über ThyssenKrupp Steel Europe in Dinslaken:

▪ ThyssenKrupp Steel Europe ist indirekt der größte Arbeitgeber von Dinslaken. Etwa 1.200 Beschäftigte, die im Duisburger Werk arbeiten, leben in Dinslaken. 77 Jugendliche aus Dinslaken machen derzeit ihre Ausbildung beim Stahlhersteller. Damit wohnen in Dinslaken so viele Mitarbeiter von ThyssenKrupp Steel Europe, wie in kaum einer anderen Stadt. Die Familienangehörigen hinzugerechnet, sind insgesamt rund 2.500 Menschen - d. h. im Durchschnitt jeder 25. Dinslakener von einer Beschäftigung bei ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg abhängig.

24 Unternehmen mit 324 Mitarbeitern aus Dinslaken haben im vergangenen Jahr als Dienstleister von ThyssenKrupp Steel Europe Aufträge erhalten.

▪ Nimmt man alle diese Haushalte zusammen, entspricht das Einkommen der in Dinslaken lebenden Beschäftigten von ThyssenKrupp Steel Europe einer Kaufkraft von fast 100 Millionen Euro.

▪ Seit vielen Jahren pflegt ThyssenKrupp Steel Europe intensive Kooperationen mit Schulen in Dinslaken. Partnerschulen sind das Otto Hahn-Gymnasium, das Theodor-Heuss-Gymnasium, die Realschule im Gustav-Heinemann-Schulzentrum sowie das Berufskolleg Dinslaken. Diesen steht ein breites Angebot von Aktivitäten und Fördermöglichkeiten wie Praktika, Beratung oder Werkbesuche zur Verfügung, um die Schülerinnen und Schüler auf Studium und Beruf vorzubereiten. Damit ist ThyssenKrupp Steel Europe für Dinslakener Schulabgänger einer der wichtigsten Ansprechpartner für die Ausbildung.

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