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Fachpresse, 18.06.2015, 10:30

Sanierung des Berufskollegs Kuniberg in Recklinghausen stellte Planer vor technische Herausforderungen: Nachhaltigkeit entschied für Metallfassade

Berufskolleg Kuniberg
Die Innen- und Außensanierung, die bei laufendem Betrieb eine organisatorische und zeitliche Meisterleistung erforderte, war rundum ein Erfolg. Zum Beispiel konnten durch die Umgestaltung des Eingangsfoyers mehr Raum gewonnen, die Cafeteria vergrößert und neu platziert werden sowie ein weiteres Lehrerzimmer eingerichtet werden. Erfreulich für alle Beteiligten: Das geplante Budget wurde unterschritten.

Das Berufskolleg Kuniberg in Recklinghausen war ein grauer und in die Zeit gekommener Bau. So beauftragte der Kreis Recklinghausen eine umfassende, energetische Sanierung; das Architekturbüro Wallmeier Stummbillig aus Herne setzte sie um. „Eine besondere Herausforderung stellte die Erneuerung der Fassade dar“, erklärt die zuständige Architektin Sandra Wessels. Denn zum einen weist das Gebäude eine komplexe Grundstruktur in Form eines Windrades auf. Zum anderen konnte die Bestandsfassade aus Waschbeton, die nur gering gedämmt war, nicht abgerissen werden. Sie musste statisch gesichert und ertüchtigt für die Aufnahme zusätzlicher Lasten werden. Außerdem wies die Fassade viele Toleranzen auf. Jetzt erstrahlt das Berufskolleg Kuniberg wieder im neuen Glanz. Für die Außenwirkung sorgt bandbeschichteter Stahl der Marke Pladur von ThyssenKrupp Steel Europe. Die Fassadenpaneele sind auf einer dreiteiligen Unterkonstruktion befestigt, durch die die großen Toleranzen ausgeglichen werden. Dank der sehr guten Dämmung der Fassade konnte der Primärbedarf an Energie um rund 50 Prozent gesenkt werden.

Stahlpaneele als die nachhaltigste Lösung
Im Zuge der europaweiten Ausschreibung der Planungs- und Bauleistung prüfte das Herner Architekturbüro, das auf Sanierungen spezialisiert ist, unterschiedliche Möglichkeiten, die Fassade zu erneuern. Am Ende fiel die Wahl auf Metallpaneele, die aus bandbeschichtetem Stahl bestehen. „Die Nachhaltigkeit war für uns, den Bauherren und den Kreis Recklinghausen letztendlich das entscheidende Argument für die Metallfassade“, so Sandra Wessels. Im Vergabeverfahren setzte sich ein Bieter durch, der Profile angeboten hatte, die aus Stahl von ThyssenKrupp Steel Europe bestanden und genau den hohen Anforderungen entsprachen. Wegen der hochwertigen Beschichtung, die im sogenannten Coil-Coating-Verfahren erfolgt, garantiert das Duisburger Unternehmen eine lange Haltbarkeit der Oberfläche bei sehr geringen Unterhaltungskosten. ZM EcoProtect, eine Zink-Magnesium-Beschichtung, sorgt für exzellenten Korrosionsschutz, PVDF für optimalen UV-Schutz.

Zusammenarbeit für alle Detaillösungen
Von Planungsbeginn an arbeitet Sandra Wessels mit Klaus Kottkamp, Ansprechpartner für Bauvorhaben beim Duisburger Stahlhersteller, in Verbindung, um viele technische Details zu klären. „Mit der ausgeschriebenen dreiteiligen Unterkonstruktion konnten die zum Teil großen Toleranzen ausgeglichen werden“, so Kottkamp. An einem Punkt betrug die Wölbung der Fassade beispielsweise bis zu 17 Zentimeter. „Positiv überrascht waren wir nicht nur von den technischen Anpassungsmöglichkeiten, aber auch von den Designfreiheiten bei der Oberflächengestaltung“, betont Sandra Wessels. Die Wahl der Farbgebung war dennoch eine schwierige. Schließlich entschied sich das Gremium aus Bauherr, Nutzer und Architekten-Team für die Töne Rubinrot, Blau und Telegrau.

Leuchtturm auf dem Kuniberg
Die Sanierung erfolgte innen und außen und war – bei laufendem Betrieb mit 2.200 Schülern und 90 Lehrkräften – eine organisatorische und zeitliche Meisterleistung. Zum Beispiel konnten durch die Umgestaltung des Eingangsfoyers mehr Raum gewonnen, die Cafeteria vergrößert und neu platziert werden sowie ein weiteres Lehrerzimmer eingerichtet werden. Weiterer Pluspunkt: Das geplante Budget wurde unterschritten. Die komplexe Terminkoordination verlangte eine pünktliche Materialieferung in mehreren Paketen. ThyssenKrupp Steel Europe lieferte das Vormaterial an das Unternehmen DWT Systembau, das das Material zu Stahlpaneelen verarbeitete und die Montage plante sowie umsetzte. Seit der Eröffnung setzt das Berufskolleg optisch ein Zeichen. Und seine Fassade ist zu seinem Markenzeichen geworden.

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