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Tagespresse, Fachpresse, 24.06.2015, 15:16

Auszubildender von ThyssenKrupp Steel Europe gewinnt Landeswettbewerb „Jugend schweißt“ in der Disziplin Lichtbogenhandschweißen

Gewinner des Wettbewerbs Jugend schweißt TKSE
Lichtbogen-Handschweißen ist seine „Parade-Disziplin“: Beim Landeswettbewerb „Jugend schweißt“ belegte Krzysztof Trzaskowski, Auszubildender bei ThyssenKrupp Steel Europe, in dieser Kategorie den ersten Platz und qualifizierte sich damit für den Bundeswettbewerb.

Etwa 3.600 Grad entstehen, wenn Krzysztof Trzaskowski mit einer Elektrode Metalle anschmilzt, um sie miteinander zu verbinden. Konstruktionsmechaniker mit dem Schwerpunkt Schweißen müssen komplizierte Techniken beherrschen und an außergewöhnlichen Orten arbeiten können, auch kopfüber oder in schwindelerregender Höhe. Der Deutsche Verband für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS) gibt deshalb dem Berufsnachwuchs mit dem Wettbewerb „Jugend schweißt“ die Möglichkeit, sein Können in dem anspruchsvollen Handwerk miteinander zu vergleichen.

Bereits im Regionalwettbewerb hatte Trzaskowski mit seinen Mitstreitern um die Wette geschweißt und in der Disziplin Lichtbogenhandschweißen den ersten Platz gewonnen. Nun wurden die unter Zeitdruck und nach bestimmten Vorgaben verschweißten Werkstücke des 18-jährigen Auszubildenden von ThyssenKrupp Steel Europe auch beim Landeswettbewerb in Oberhausen von der Jury des DVS als sehr gut bewertet und Trzaskowski zum nordrhein-westfälischen Landesmeister im Lichtbogenhandschweißen gekürt. Mit diesem Sieg hat er sich für den diesjährigen Bundeswettbewerb „Jugend schweißt“ vom 24. bis 27. September in Cottbus qualifiziert.

ThyssenKrupp Steel Europe Ausbilder Rainer Meyers hat seinen Lehrling zum Landeswettbewerb in Oberhausen begleitet. „Die geforderten Schweißtechniken waren anspruchsvoll – insbesondere das mehrlagige Schweißen einer sogenannten V-Naht verlangt Geschick, da mehrere Lagen geschweißt werden, bei der jede Naht handwerklich höchsten Ansprüchen entsprechen muss“, so Meyers. Diese Technik kommt vor allem bei Schweißarbeiten an Großkonstruktionen, wie Schiffen oder Hochöfen, zum Einsatz.

Trzaskowski zeichnen besondere praktische Fähigkeiten aus, hinzu kommt eine hervorragende schweißtechnische Ausbildung. „Neben handwerklichem Geschick hat er vor allem Biss und Ehrgeiz“, so Meyers, der den Lehrling seit über einem Jahr ausbildet. „Einfache Schweißarbeiten schaffen viele, aber unter schwierigen Bedingungen wird die Luft nach oben hin dünn. Krzysztof wird es weit bringen“, erwartet der Ausbilder. Gewinnt Trzaskowski auch den Bundeswettbewerb in Cottbus, kann er am europäischen Wettbewerb WELDCUP im Oktober im britischen Cambridge teilnehmen, deren Sieger zum internationalen Nachwuchswettbewerb im Schweißen im Sommer 2016 nach Peking eingeladen werden.

Konstruktionsmechaniker der Fachrichtung Schweißtechnik führen Tätigkeiten in der Herstellung, Instandsetzung und beim Umbau von Metallkonstruktionen durch. Ihre Aufgaben beinhalten das Vorbereiten von Bauteilen und Baugruppen zum Schweißen, das Durchführen von verschiedenen Schweißverfahren an unterschiedlichen Werkstoffen und die Kontrolle von Schweißverbindungen. Bei „Jugend schweißt“ werden die Teilnehmer, alle unter 23 Jahren, in Theorie und Praxis getestet. Je Kategorie wird an Rohren oder Blechen geschweißt und anschließend die innere und äußere Schweißnaht bewertet.

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