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Tagespresse, 18.09.2015, 13:16

Wehofen-Nord soll ausschließlich als Lagerort für Deponieklasse I mit Material aus der Stahlproduktion dienen – Erörterungstermin wird am 21. September fortgesetzt

Deponie Wehofen Erörterungstermin
Eine Gruppe Auszubildender von ThyssenKrupp Steel Europe bei der ersten Erörterung. Das Banner verdeutlicht einen Aspekt der Notwendigkeit der Deponie Wehofen für ThyssenKrupp Steel Europe.

Welche Stoffe künftig auf der Deponie Wehofen-Nord gelagert werden sollen, hat noch einmal ThyssenKrupp Steel Europe hervorgehoben. Vorgesehen ist ausschließlich die Nutzung für Schlacken, feuerfeste Steine und Bodenaushub, also mit Bauschutt vergleichbaren Stoffen. Dieses Material, das dann auf dem dritten Bauabschnitt der Werksdeponie gelagert werden soll, stammt aus der Stahlproduktion. „Wir haben eine Lagerstätte der Deponieklasse I beantragt und nur für diese Abfallarten wollen wir die Deponie nutzen“, betont Andreas Theuer. „Das Material kommt, ganz überwiegend aus unserem Hüttenwerk in Duisburg-Nord. Wir haben nicht die Absicht, zusätzliche Abfälle von externen Dritten zu übernehmen“, so der Leiter Umwelt- und Klimaschutz bei ThyssenKrupp Steel Europe. Die schon im Vorfeld des Erörterungstermins veröffentlichten Hinweise von Einwendern, es sei eine Deponie der Klasse 2 sowie die Ablagerung von Abfällen anderer Unternehmen geplant, seien nicht zutreffend, unterstreicht Theuer. „Unser Ziel ist es, für ThyssenKrupp Steel Europe eine langfristig sichere, umweltverträgliche Entsorgung für unsere Abfälle der Deponieklasse I zu ermöglichen.“

Der Erörterungstermin zum Planfeststellungsverfahren zur Erweiterung der Deponie Wehofen-Nord wird am 21. September um 10 Uhr in der Stadthalle in Walsum fortgesetzt. Der am 27. Mai eröffnete Erörterungstermin war vertagt worden. Eine ergänzende Unterlage, die u. a. eine Stellungnahme zum Deponiebedarf von ThyssenKrupp Steel Europe enthält, wurde vom 27. Juli bis 26. August offengelegt. Diese war auch auf der Internetseite der Bezirksregierung Düsseldorf einsehbar und über einen Link auf www.deponie-wehofen.de erreichbar. Die Einwendungsfrist zu diesen Unterlagen endete am 9. September.

Fakten über ThyssenKrupp Steel Europe in Dinslaken:

▪ ThyssenKrupp Steel Europe ist indirekt der größte Arbeitgeber von Dinslaken. Etwa 1.200 Beschäftigte, die im Duisburger Werk arbeiten, leben in Dinslaken. 77 Jugendliche aus Dinslaken machen derzeit ihre Ausbildung beim Stahlhersteller. Damit wohnen in Dinslaken so viele Mitarbeiter von ThyssenKrupp Steel Europe, wie in kaum einer anderen Stadt. Die Familienangehörigen hinzugerechnet, sind insgesamt rund 2.500 Menschen - d. h. im Durchschnitt jeder 25. Dinslakener von einer Beschäftigung bei ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg abhängig.

24 Unternehmen mit 324 Mitarbeitern aus Dinslaken haben im vergangenen Jahr als Dienstleister von ThyssenKrupp Steel Europe Aufträge erhalten.

▪ Nimmt man alle diese Haushalte zusammen, entspricht das Einkommen der in Dinslaken lebenden Beschäftigten von ThyssenKrupp Steel Europe einer Kaufkraft von fast 100 Millionen Euro.

▪ Seit vielen Jahren pflegt ThyssenKrupp Steel Europe intensive Kooperationen mit Schulen in Dinslaken. Partnerschulen sind das Otto Hahn-Gymnasium, das Theodor-Heuss-Gymnasium, die Realschule im Gustav-Heinemann-Schulzentrum sowie das Berufskolleg Dinslaken. Diesen steht ein breites Angebot von Aktivitäten und Fördermöglichkeiten wie Praktika, Beratung oder Werkbesuche zur Verfügung, um die Schülerinnen und Schüler auf Studium und Beruf vorzubereiten. Damit ist ThyssenKrupp Steel Europe für Dinslakener Schulabgänger einer der wichtigsten Ansprechpartner für die Ausbildung.

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