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Tagespresse, 13.02.2014, 11:15

Mit zweiter Chance und praktischem Know-how zum Facharbeiterbrief

Zweite Chance Facharbeiterbrief Presse Service ThyssenKrupp Steel Europe
Industriemechaniker Sükrü Karadeniz hat mit dem Modell vom Arbeitskollegen im Fachgespräch überzeugt.

Sükrü Karadeniz ist „eher der praktische Typ“. Das sagt er von sich selbst und das spiegelt sich in seinem Ausbildungsweg wider: Über ein Praktikum als zweite Chance ist er zu ThyssenKrupp Steel Europe gekommen. Die praktische Zwischenprüfung hat er mit „sehr gut“ bestanden. Zu seiner Abschlusspräsentation Ende Januar brachte er ein Modell der Anlage mit, an der er gut zwei Jahre gelernt hatte – ein Modell aus Metall, maßstabgetreu, von einem Arbeitskollegen selbst gedreht und gefräst. „Damit die Prüfer bildlich vor Augen haben, was in meiner Dokumentation steht“, erzählt der 23-Jährige. Mit Erfolg: Sein Fachgespräch absolvierte er mit „gut“. Damit zählt Karadeniz zu den 113 Azubis, die diesen Winter erfolgreich ihre Ausbildung am Standort Duisburg beenden. Morgen, am 14. Februar, erhalten sie bei der Lossprechung ihre Facharbeiterbriefe.

Den Ausbildungsplatz beim Stahlhersteller hat der gebürtige Hamborner sich hart erarbeitet: In einem Vollzeit-Praktikum konnte er sich für eine Lehrstelle bewähren. Zugang dazu bekam er über die „Chance“ – eine Kooperation der Duisburger Agentur für Arbeit, der Duisburger Werkkiste und Steel Europe für Jugendliche, die nach ihrem Schulabschluss nicht direkt einen Ausbildungsplatz bekommen. Neun Monate hieß es für Karadeniz feilen, bohren und Themen rund um Metall und Elektro lernen. Seinen Berufswunsch Industriemechaniker im Blick: „Die Arbeit ist abwechslungsreich, das gefällt mir daran.“

Ende 2010 begann er seine dreieinhalbjährige Ausbildung. An der Kaltwalzanlage 2 lernte er, wie man die Produktionsanlagen instand hält. Auch zwei Fünfen in der Vorbewertung konnten ihn vom Abschluss nicht abhalten. „Ich hab sehr viel geübt, mit Kollegen gelernt und wieder geübt“, erzählt er. „Dann kam ein Kollege aus meiner Schicht mit dem Modell an und sagte: ‚Das kannst du ja mit zur Prüfung nehmen‘.“ Das Modell von Armin Gerigk ist eine maßstabgerechte Nachbildung einer Trommelschere, die bei laufender Anlage Bleche schneidet. Das Instandhalten der Schere war Teil von Karadeniz‘ Abschlussprojekt. Anhand der Nachbildung veranschaulichte er seine Arbeit und überzeugte. An den Produktionsanlagen im Kaltwalzwerk 2 arbeitet der junge Industriemechaniker auch heute noch nach bestandener Prüfung – ganz praktisch eben.

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