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Tagespresse, 29.10.2015, 18:12

Helfen und Lernen: Jugendliche aus Weißrussland zu Besuch im Ruhrgebiet - Auszubildende von ThyssenKrupp Steel Europe stärken Kooperation mit dem Jugenddorf „Nadeshda“

Helfen und Lernen: Jugendliche aus Weißrussland zu Besuch im Ruhrgebiet - Auszubildende von ThyssenKrupp Steel Europe stärken Kooperation mit dem Jugenddorf „Nadeshda“
Zusammenhalt durch soziales Engagement und Kennenlernen des Ruhrgebiets: Die weißrussischen Industrielehrlinge besuchen ihre Auszubildenden-Kollegen von ThyssenKrupp Steel Europe, mit denen sie das Kinderdorf „Nadeshda“ nahe Minsk unterstützen.

Über 2.200 Kilometer Busreise haben die Jugendlichen aus Weißrussland für diese grenzüberschreitende Partnerschaft auf sich genommen: Sie besuchten die DASA-Ausstellung und das Borussia-Station in Dortmund, das Technikzentrum von ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg, das Solardorf Berchum in Hagen sowie die Zeche Zollverein Essen. Seit vielen Jahren engagieren sich die Schüler des Berufskollegs Wilejka gemeinsam mit Auszubildenden von ThyssenKrupp Steel Europe für das Sozialprojekt „Nadeshda“, einem modernen Dorfkomplex in der Nähe von Minsk, der für die Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen nach der Tschernobyl-Katastrophe ins Leben gerufen wurde.

Die Sanierung eines dreigeschossigen Schulgebäudes im weißrussischen „Nadeshda“ stand letztes Jahr auf dem Programm des bilateralen Teams. Dieses Jahr ist ThyssenKrupp Steel Europe Gastgeber für den Techniknachwuchs des Wilejka Berufskollegs, deren mehrtätiger Besuch am modernsten Stahlstandort Europas weit mehr als den fachlichen Austausch zwischen Industrielehrlingen ausmacht. Die sozial engagierten Jugendlichen stärken durch die gemeinsame Freizeit ihren Teamzusammenhalt für die nächsten Projekte in Nadeshda.

Zwei Dolmetscher begleiteten die Gruppe, „aber ich versichere Ihnen, dass sich die Jugendlichen auch so verstehen“, sagt Michael Goralski, Leiter des Technikzentrums in Dortmund. Über den Kommunikationsdienst whatsapp und über Facebook halten die Jugendlichen auch privat regen Kontakt, zur Not mit Smileys und anderen Emojis. „Was sie verbindet, ist die Begeisterung, mithilfe ihrer Ausbildungskenntnisse sinnvoll und konkret helfen zu können. Die Elektrik einer ganzen Schule innerhalb einer Woche komplett zu sanieren hat dem Projekt Nadeshda geholfen, aber auch die Persönlichkeiten unserer Azubis geprägt.“ Das Übernehmen sozialer Verantwortung und die Teilnahme an kulturellen Austauschprogrammen sind feste Bestandteile des Ausbildungskonzepts beim Stahlhersteller. Pro Jahr starten rund 300 Nachwuchskräfte in technischen und kaufmännischen Berufen an den Standorten Duisburg, Bochum, Dortmund, Kreuztal-Eichen und Finnentrop.

Das Zentrum „Nadeshda“ (russ. „Hoffnung“) wurde 1992 nahe der weißrussischen Hauptstadt Minsk gegründet und im September 1994 eröffnet. Es ist ein weißrussisch-deutsches, gemeinnütziges Projekt, das sich um junge Menschen kümmert, die von den Langzeitfolgen der Tschernobyl-Katastrophe betroffen sind. Jährlich betreuen ausgebildete Fachkräfte mehr als 4.000 Kinder in „Nadeshda“ in sozialpädagogischen, psychologischen und medizinischen Programmen, die die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen stärken. Neben Schule und medizinischen Reha-Programmen können die Kinder in ihrer Freizeit im Naturschutzgebiet Erholung finden. ThyssenKrupp Steel Europe unterstützt „Nadeshda“ seit 2001 mit konkreten Hilfsprojekten.

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