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Tagespresse, 15.01.2016, 13:30

Ausrangierter Rettungswagen für Schulkinder in Ghana

Schlüsselübergabe ausrangierter Rettungswagen
Dr. Jens Overrath (3. v. links) übergibt die Fahrzeugschlüssel des Rettungswagens an Alfred Aidoo aus Ghana. Zur Freude von Karl-Heinz Schäfer (links), Jörg Jungjohann und Dr. Kai Wilke (rechts).

25 Jahre lang stand der Krankentransportwagen im Dienst von Hoesch Hohenlimburg, künftig wird er in Afrika zum Einsatz kommen. 1990 war das Fahrzeug für rund 32.000 D-Mark angeschafft, für weitere 16.000 D-Mark umgebaut und auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Werkfeuerwehr angepasst. Der über die Jahre gut gepflegte VW Bus T 2 ist nach wie vor in Schuss und auch heute noch in einem technisch einwandfreien Zustand. Jetzt spendete die Hoesch Hohenlimburg GmbH, die im thyssenkrupp Konzern Mittelband herstellt, den Rettungswagen für einen guten Zweck. Er wurde auf dem Werkgelände an die Firma „Risse + Wilke“ weitergegeben. Der Stahlverarbeiter aus Iserlohn-Letmathe wiederum unterstützt damit das Projekt „Hilfe für die Kinder in Tema (Ghana)“.

Für Alfred Aidoo war dies ein besonderer Tag: Sein Vater Robert Aidoo hatte die „Robert Memorial School“ für Kinder sozial schwacher Familien 1983 gegründet. Als Pastor Aidoo im Jahre 1999 verstarb, übernahmen drei seiner Kinder die Leitung der Schule in Tema, der zweitgrößten Stadt im westafrikanischen Land Ghana. Einer seiner Söhne, Alfred Aidoo, ging nach Deutschland und arbeitet hier seit 1999 bei „Risse + Wilke“, außerdem ist er ehrenamtlich als Pastor in freikirchlichen Diaspora-Gemeinden tätig. Aidoo und der langjährige Betriebstechnik-Chef von „Risse + Wilke“, Winfried Brandt, hatten im März 2006 die Idee, die „Robert Memorial School“ von Deutschland aus zu unterstützen, da die Schule dringend Hilfe brauchte.

So entstand zunächst die Initiative, auf dem Gelände in Tema neben der normalen Schule auch eine Lehrwerkstatt für die Berufsausbildung junger Menschen einzurichten. „Risse + Wilke“ lieferte dazu die ausrangierten Gegenstände aus der Reparaturwerkstatt des Hohenlimburger Werkes und kümmerte sich darum, weitere Spendengelder zu beschaffen. Diese wurden verwendet, um zunächst ein Schulgebäude neu zu bauen und später drei weitere Schulgebäude zu renovieren bzw. zu erweitern. Im Laufe der letzten zehn Jahre ist so ein beachtliches Schulgelände mit Sanitäreinrichtungen, einer Kantine, einer Bibliothek, einem PC-Raum, einer Lehrwerkstatt und ca. 30 Schulräumen entstanden. Es werden aktuell fast 900 Kinder und Jugendliche betreut. Auch eine kleine Krankenstation gehört zum Schulgelände. Der neue Rettungswagen von Hoesch Hohenlimburg ist daher eine ideale Ergänzung für die Krankenversorgung der Kinder, aber auch der Bevölkerung in der nahen Gemeinde.

„Als wir von dem Projekt erfuhren, mit dem Kindern und Jugendlichen eine Perspektive für ihre Zukunft gegeben wird, haben wir gleich nach Unterstützungsmöglichkeiten gesucht. Da bot sich unser ausgedienter Rettungswagen an“, berichtet Dr. Jens Overrath aus der Geschäftsführung von Hoesch Hohenlimburg. „Unser ,altes Möhrchen‘ findet so noch viele Jahre auf eine sehr sinnvolle Weise in Ghana eine Verwendung.“

Weitere Infos unter:http://www.hilfe-fuer-ghana.de

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