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Tagespresse, 13.11.2013, 10:21

Neuwieder Schulen sprechen mit ThyssenKrupp Rasselstein

Leiter und Elternsprecher von acht Neuwieder Schulen haben sich zu einem Gespräch mit Vertretern von ThyssenKrupp Rasselstein getroffen. Der Weißblechhersteller hatte zu dem Gespräch in das Neuwieder Ausbildungszentrum eingeladen im Nachgang zu Briefen, die Eltern und Schulleiter im Juni an ThyssenKrupp geschrieben hatten, um ihre Sorge um die Zukunft des Feinblechwerkes in Neuwied und seiner knapp 400 Mitarbeiter auszudrücken.

Personalleiter Heinz Leo Becker erläuterte den Gästen die wirtschaftlichen Gründe für die getroffene Entscheidung zur schrittweisen Schließung des Standortes und beschrieb, wie die Personalanpassungen sozialverträglich bewältigt werden. Im Zuge der Aufnahme Neuwieder Mitarbeiter werde der Standort Andernach mit weiteren Investitionen ausgebaut und gestärkt. Ausbildungsleiter Frank Berssem betonte, dass Rasselstein auch künftig seine Ausbildungs- und Praktikumsangebote in vollem Umfang aufrechterhalte.

„Wir haben deutlich gemacht, dass die schmerzhaften Einschnitte für ThyssenKrupp unausweichlich sind, um seine Zukunftsfähigkeit im Stahlgeschäft zu sichern. ThyssenKrupp Rasselstein wird weiterhin ein verlässlicher Anbieter von hochwertiger Ausbildung und ein attraktiver Arbeitgeber in der Region sein“, erklärte Becker. In der lebhaften Diskussion forderten die Schulvertreter die Verantwortung des Unternehmens für die Berufsperspektiven der jungen Generation in Neuwied ein. Für die Schulen stellte Bernd Geyermann, Leiter der IGS Neuwied, fest: „Unsere Bedenken sind verstanden worden. Wir haben mit Erleichterung zur Kenntnis genommen, dass unsere Schülerinnen und Schüler auch weiterhin bei Rasselstein einen Einstieg in das Berufsleben finden können.“

Beide Seiten beklagten, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden sei, dass sich ThyssenKrupp Rasselstein umfänglich aus der Region zurückziehe, ohne seiner Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Familien und Umfeld nachzukommen. Der Abend habe dazu beigetragen, diesen Eindruck auszuräumen.

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