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Tagespresse, Fachpresse, 28.04.2016, 17:00

Lötkolben statt Füller: am „Girls‘ Day“ legen 58 Schülerinnen im Stahlbereich von thyssenkrupp in Duisburg, Dortmund, Bochum und im Siegerland selbst Hand an ihre Zukunft

Eine Platine mit LEDs bestücken, Stromkreise schalten Batterien anschließen und kleine Lämpchen zum Leuchten bringen: die „Girls‘ Day“ Teilnehmerinnen üben sich bei der Stahlsparte von thyssenkrupp im Bereich Elektrotechnik und anderen technischen Ausbildungsberufen.

Aktuell auf dem Stundenplan: Technik, Naturwissenschaften, Handwerk, IT. Seit über 15 Jahren können Mädchen ab der fünften Klasse im Rahmen des weltweit größten Berufsorientierungsprojekts für einen Tag Schulbank gegen Werkbank tauschen. Auch der Stahlbereich von thyssenkrupp öffnet deshalb die Türen seiner Ausbildungszentren, um beim „Girls‘ Day“ Einblicke in Arbeitsbereiche zu geben, in denen Frauen nur selten vertreten sind. In den Abteilungen Metallverarbeitung und Elektrotechnik konnten die 58 jungen Teilnehmerinnen ihre Fähigkeiten praxisnah auf die Probe stellen und dabei die Auszubildenden mit Fragen rund um die Lernchancen in den Betrieben löchern. Insgesamt nutzten 26 Mädchen in Duisburg, 20 in Bochum, zwei in Dortmund und zehn Schülerinnen im Siegerland die Möglichkeit, unter dem Motto „Der Technik-Schnuppertag für Mädchen“ die Arbeit bei einem hochmodernen Industriekonzern genauer kennen zu lernen.

Auch Anna Striebeck aus Ratingen war unter den potentiellen Nachwuchstechnikerinnen und versuchte sich am Schalten von Stromkreisen und Anfertigen von selbstgemachten Rosen aus Stahlblech. Am Kopernikus-Gymnasium in Lintorf belegt die 15-Jährige naturwissenschaftliche Vertiefungskurse; Physik und Chemie sind ihre Stärken.

Was bedingt das Interesse an Technik beim weiblichen Nachwuchs? Annas Vater ist jedenfalls im Duisburger Norden in der Produktion tätig; so dass die Teenagerin bereits Einiges über Europas größten Stahlstandort weiß. Nun wollte sie selbst testen, ob ihr technisches und handwerkliches Arbeiten auch in der Praxis liegt. Dass der weltweite Mädchenaktionstag eine gute Entscheidungshilfe darstellt – dafür ist die Schülerin ein gutes Beispiel: „Für uns steht bald das Schülerpraktikum an. Weil mir der ‚Girls‘ Day‘ so gut gefallen hat und ich das Unternehmen sehr interessant finde, habe ich direkt auf der Homepage von thyssenkrupp nach Praktikumsplätzen gesucht. Hier gibt es so viele Möglichkeiten, das ist für mich und mein Praktikum auf jeden Fall spannend!“, sagt die junge Ratingerin.

Nachdem Schülerinnen ab der fünften Klasse feines Blech zugeschnitten haben, löten sie in einem der Ausbildungszentren von thyssenkrupp Steel Europe die Einzelteile zu einer Stahlrose.

Besonders in technischen und techniknahen Bereichen sucht thyssenkrupp stets qualifizierten Nachwuchs, weshalb die Beteiligung am Mädchenzukunftstag bereits im elften Jahr erfolgt. Wie Umfrageergebnisse zeigen, kann sich fast die Hälfte aller Teilnehmerinnen wie Anna vorstellen, nach dem Aktionstag im Anschluss ein Praktikum zu machen oder eine Ausbildung zu beginn

Die Gelegenheit, die Begeisterung für handwerkliche, technische oder naturwissenschaftliche Berufe zu erhöhen und jungen Mädchen berufliche Orientierung zu geben, wird thyssenkrupp deshalb auch im kommenden Jahr bei dem „Girls‘ Day 2017“ nutzen.

Eine Erinnerung an den weltweiten Aktionstag „Girls‘ Day“ bei thyssenkrupp: die Teilnehmerinnen, wie Anna Striebeck (1. von links), sind stolz auf ihre selbstgemachten Stahlblumen – und halten das auf einem Selfie fest.
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