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Tagespresse, Fachpresse, 11.10.2016, 18:00

Ausgezeichnet umweltbewusst: Stahlbereich von thyssenkrupp gewinnt Steelie Award für die Einbeziehung von Ökobilanzen in den Produktentwicklungsprozess.

Verleihung des „Steelie-Awars“ an thyssenkrupp: Konzernchef Dr. Heinrich Hiesinger (rechts) und Eiji Hayashida, Präsident & CEO, JFE Holdings Inc.
Verleihung des „Steelie-Awars“ an thyssenkrupp: Konzernchef Dr. Heinrich Hiesinger (rechts) und Eiji Hayashida, Präsident & CEO, JFE Holdings Inc.

Ein Höhepunkt auf jeder Worldsteel-Konferenz sind die Verleihungen der „Steelie-Awards“. Der Weltstahlverband verleiht die Preise jährlich für besondere Leistungen in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, Life-Cycle-Assessment (Ökobilanz), Kommunikation und Ausbildung. Auf der 50. Jahrestagung des Verbandes wurde der Stahlbereich von thyssenkrupp mit einem „Steelie“ für die Integration von Ökobilanzrechnungen in den Produktentwicklungsprozess prämiert. Die Worldsteel-Jury würdigte vor allem den konsequenten und ganzheitlichen Ansatz von thyssenkrupp, LCA-Analysen als festen Bestandteil bei jeder Produktentwicklung vorzusehen.

LCA-Berechnungen belegen: Stahl ist nachhaltig

LCA-Analysen legen die Umweltauswirkungen von Produkten „von der Wiege bis zur Bahre“ offen. thyssenkrupp betrachtet auf diese Weise systematisch den gesamten Prozess von der Rohstoffbeschaffung über die Roheisenproduktion bis zum fertigen Produkt. Der Primärenergieverbrauch und die CO2-Emissionen, die bei dessen Herstellung entstehen, werden so bespielweise erfasst. Auch die Nutzungsphase eines Produktes bis hin zum Recycling wird analysiert. Stahl schneidet hier besonders gut ab, weil er ohne Qualitätsverlust wiederverwertet werden kann.

LCA-Analysen auf Produktebene zeigen deutliche CO2-Einsparpotenziale

Der Stahlbereich von thyssenkrupp hat für verschiedene Produkte Ökobilanzen aufgestellt. So zeigt sich, dass durch die umweltgerechte Produktion von fünf Millionen Tonnen feuerverzinktem Stahlblech pro Jahr im Vergleich zum Weltdurchschnitt Emissionen von mindestens 1,3 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Auch durch die Entwicklung neuer Werkstoffe lassen sich Treibhausgasemissionen deutlich senken. thyssenkrupp hat beispielsweise den Stahlverbundwerkstoff TriBond® entwickelt, mit dem unterschiedliche Werkstoffeigenschaften in einem Material kombiniert werden können. Damit kann bei der Herstellung von B-Säulen für Fahrzeuge gegenüber Warmumformstählen noch eine weitere Gewichtsreduktion erreicht werden. Das führt pro Fahrzeug zu einer zusätzlichen Emissions-ersparnis von 90 Kilogramm CO2. Insgesamt, das machen die LCA-Analysen deutlich, liegt der größte Hebel zur CO2-Reduktion nicht in der Stahlproduktion, sondern in der Nutzung von Stahlprodukten. Die Auszeichnung von Worldsteel ist ein Ansporn diesen Weg konsequent weiterzugehen.

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