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Fachpresse, 20.10.2014, 19:00

Highlight auf dem „EuroBlech“-Messestand von ThyssenKrupp Steel Europe

Demonstrator aus dem Projekt „InCar plus“ vereint innovative Lösungen für die Automobilindustrie

InCar plus ThyssenKrupp Steel Europe
Die B-Säule: Ein klassisches Strukturbauteil von InCar Plus.

Das Auto der Zukunft muss viele Ansprüche erfüllen: Es soll umweltschonender, sparsamer, sicherer, komfortabler sein – kurzum effizienter – und obendrein schick aussehen. Zu viel kosten darf das alles auch nicht. Die Automobilbranche steht hier vor enormen Herausforderungen. Das groß angelegte Entwicklungsprojekt „InCar plus“ bietet hier vielfältige Lösungen. Auf Roadshows werden zunächst den europäischen Kunden mehr als 40 Konzepte für die Bereiche Antrieb, Fahrwerk und Lenkung und Karosserie zu präsentieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Effizienz: Ob Kosten, Gewicht, Energie oder Performance – alle Lösungen sind mindestens in einem Punkt deutlich besser als der Stand der Technik. Welche vielfältigen Neuerungen angeboten werden, ist auch auf der „EuroBlech“ vom 21. bis 25. Oktober in Hannover zu sehen. Auf dem Messestand von ThyssenKrupp Steel Europe (Halle 17, Stand E 33) steht der „InCar plus“-Demonstrator, der eine Vielzahl dieser Lösungen vereint und diese Produkte erleb- und anfassbar macht.

„InCar plus“ ist das derzeit größte herstellerunabhängige Entwicklungsprojekt eines Automobilzulieferers und leistet einen starken Beitrag zur automobilen Effizienz. Es umfasst das Automobil-Know-how des ThyssenKrupp Konzerns – über 40 abgesicherte Einzellösungen aus 30 Projekten. ThyssenKrupp Steel Europe ist an rund der Hälfte dieser Projekte beteiligt, wobei der Schwerpunkt im Bereich der Karosserie liegt.

Reife Innovationen

Nach drei Jahren intensiver Arbeit liegt das Ergebnis vor: Innovationen und technologische Lösungen, die über die gesamte Wertschöpfungskette erprobt und abgesichert sind. Dazu zählen sämtliche Umform- und Bearbeitungsschritte des Werkstoffs, der Werkzeug- und Prototypenbau sowie die Systemmontage für Großserien. „Die umfassende Absicherung der neu entwickelten Lösungen ist ein Pluspunkt für unsere Kunden“, sagt Dr. Heribert Fischer, Vertriebs- und Innovations-Vorstand von ThyssenKrupp Steel Europe. „So ist eine möglichst reibungslose Integration unserer Bauteile und Komponenten in die Serienproduktion möglich. Dafür sind wir in Vorleistung gegangen und haben eine Vielzahl von Tests durchgeführt.“

Lösungen für alle Teilbereiche

„InCar plus“ betrachtet drei Gebiete: Antrieb, Fahrwerk & Lenkung, Karosserie. Der Karosseriebereich widmet sich in erster Linie dem wirtschaftlichen Leichtbau. „Durch den Einsatz neuer Stahlsorten, innovativer Sandwich- Produkte und Verarbeitungsverfahren, wie der Warmumformung von geschlossenen Profilen, ist es uns gelungen, die steigenden Anforderungen unserer Kunden nach hochfunktionalen, kostenoptimierten Leichtbaulösungen zu erfüllen“, sagt Teilprojektleiter Markus Zörnack. Natürlich darf dabei die Insassensicherheit nicht eingeschränkt werden. Hier richten die Ingenieure ihr Augenmerk besonders auf klassische Strukturbauteile wie Längsträger, A- und B-Säule sowie Stoßfänger. Sie entwickelten ein komplett neues, gewichtsoptimiertes Bumpersystem mit einem warmgeformten Stahl-Biegeträger und optimierten Crashboxen. Es ist 19 Prozent leichter als bisher eingesetzte Komponenten und erreicht damit das Gewicht durchschnittlicher Aluminiumlösungen bei wesentlich geringeren Kosten.

Sichtbare, flächige Anbauteile wie Motorhaube und Tür gewinnen bei „InCar plus“ ebenfalls. Möglich machen dies erstens moderne Produkte wie der Stahl-Polymer-Werkstoffverbund LITECOR – ohne Verlust an Biege- und Beulsteifigkeit, außerdem zu sehr attraktiven Leichtbaukosten. Zweitens die neuen Zink-Magnesium-Überzüge ZM EcoProtect und ZM PrimeProtect – zwei hochwirksame Korrosionsschutzlösungen auch für sichtbare Außenhautteile der Karosserie.

Attraktiv und leicht sind Räder und Sitze. „Mit Hochleistungsstählen und innovativen Fertigungstechnologien haben wir vor allem bei den Rädern erstaunliche Ergebnisse hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Gewichtsreduktion erzielt“, erläutert Zörnack. „Sie sind leichter als heutige Aluminiumräder, kostengünstiger und über den gesamten Lebenszyklus ökologischer.“ Neue Maßstäbe bei Konzeption, Leichtbau und Design setzt darüber hinaus das 20-Zoll-Hybridrad aus Stahl und carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK).

„InCar plus bietet hervorragende Lösungen für das Auto der Zukunft“, ist Dr. Fischer überzeugt. „Damit werden wir bei unseren Kunden auf großes Interesse stoßen, und es werden sich weitere Einsatzmöglichkeiten sowie gemeinsame Entwicklungsprojekte ergeben.“

Besuchen Sie uns auf der EuroBLECH 2014 vom 21. bis 25. Oktober in Hannover, Halle 17, Stand E 33

InCar ThyssenKrupp Steel Europe
InCar ThyssenKrupp Steel Europe
Attratkiv und leicht: die Sitze im Auto der Zukunft.
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