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Fachpresse, 26.10.2016, 12:14

Materialica Award in Gold für tribond von thyssenkrupp. Der Duisburger Stahlhersteller wird für seine Pionierleistung auf dem Gebiet der Stahl-Werkstoffverbunde ausgezeichnet

trinbond
tribond gibt es bislang in zwei Ausführungen. Eine 1200er Variante zum Beispiel für Längsträger im Fahrzeug (rechts) und eine festere 1400er Auslegung für starke Biegebeanspruchungen, beispielsweise bei B-Säulen (links).

Stahlleichtbau ist ein entscheidendes Konzept für die kommenden Fahrzeuggenerationen. Automobilproduzenten, Zulieferer und Werkstoffentwickler stehen zunehmend vor der Aufgabe, neue Ideen zur Erfüllung von teils konträren Anforderungen an Preis, Sicherheit, Qualität und Design zu entwickeln. Der Werkstoffverbund tribond bietet mit seinen völlig neuen Eigenschaftsprofilen und der Möglichkeit zur Gewichtsreduktion hierfür einen Lösungsweg an. Für diese Pionierleistung wurde thyssenkrupp nun mit dem Materialica Award ausgezeichnet, der auf der internationalen Fachmesse für Mobilität eMove360° Europe verliehen wurde.

Werkstoffkonzept der Zukunft serienreif

Die Werkstoffspezialisten des Stahlbereichs von thyssenkrupp haben bereits mit modernen hoch- und höchstfesten Mehrphasenstählen erhebliches Leichtbaupotenzial heben können. tribond, als Baukastensystem angelegt, bietet nun weitergehendes Leichtbaupotenzial in der Warmumformung. Das Revolutionäre an dem neuen Werkstoffverbund ist der schichtige Aufbau, der gänzlich neue Eigenschaftsprofile ermöglicht. Bei den jetzt serienreifen Varianten tribond 1200 und tribond 1400, sind es ein höchstfester Stahl innen und ein verformbarer, duktiler an beiden Außenseiten. So können maximale Festigkeiten und hohe Duktilität in einem Bauteil realisiert werden. Mit homogenen Werkstoffen war dies bislang nicht möglich. tribond 1200 ist besonders für Fälle axialer Belastungen, wie sie bei einem Frontalaufprall auftreten entwickelt worden, um möglichst viel Energie aufzunehmen. Typische Anwendungsbeispiele sind hier die Längsträger im Fahrzeug. Der etwas fester ausgelegte tribond 1400 ist hingegen speziell für stark biegebeanspruchte Bauteile, wie B-Säulen entwickelt worden. Neben exzellenter Bauteilsicherheit im Crashfall bietet tribond auch eine spürbare Gewichtsreduktion und kann so den Fahrzeugherstellern beim Erreichen ihrer CO2-Ziele helfen. Um das Materialverhalten abzusichern, hat das Duisburger Unternehmen ein Simulationsverfahren installiert, das die gewünschten Eigenschaftsprofile modellhaft vorausberechnet und prüft.

Hohe Prozesssicherheit in der Fertigung

Die hohe Prozesssicherheit bringt weitere Vorteile für die Kunden: Bislang lassen sich gegensätzliche Werkstoffeigenschaften wie hohe Festigkeit und Duktilität nur über technologisch komplexe Verfahren kombinieren, beispielsweise das Tailored Tempering. „tribond hat für die Kunden den Vorteil, dass die Komplexität zurück in den Werkstoff verlagert wird und zwar liegt diese nun bei der Herstellung der schichtig aufgebauten Brammen. Die Kunden können tribond direkt und ohne Änderungen im vorhandenen Fertigungsprozess verarbei-ten“, erläutert André Matusczyk, Leiter der Business Unit Auto bei thyssenkrupp Steel Europe, die Vorteile des neuen Werkstoffkonzepts.

tribond wird auch auf der 24. EuroBLECH in Hannover präsentiert. Zum digitalen Messeauftritt einschließlich eines Filmes zur tribond, in dem unsere Experten zu Wort kommen, geht es hier:
https://www.thyssenkrupp-steel.com/de/euroblech/ueberblick/

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