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Tagespresse, 09.12.2016, 13:52

Seit 150 Jahren Standards im Brand- und Katastrophenschutz: Werkfeuerwehr von thyssenkrupp begeht Jubiläum

Immer einsatzbereit – vor allem durch ständiges Trainieren: Übungsszenario der Werkfeuerwehr.

Technische Hilfeleistungen, Rettungen, vorbeugender Brandschutz und Einsätze bei Bränden. Die thyssenkrupp-Werkfeuerwehr blickt in ihrer langen Geschichte auf ungezählte Bewährungsproben zurück. Nun feiert Sie ihr 150-jähriges Bestehen. Von den Anfängen im Jahr 1866, als ein Großbrand das Essener Krupp-Werk erschütterte, bis in die Gegenwart hat sie sich als Vorreiterin in Sachen Brandschutz erwiesen – aus einer der ersten werkeigenen Brandwehren von Freiwillen überhaupt hat sich eine hochprofessionelle, bestens ausgestattete Einheit entwickelt, deren Mitglieder als Berufsfeuerwehrleute der Duisburger Feuerwehr aktiv zur Seite stehen.

1901: Gründung der Werkfeuerwehr am Standort Duisburg

Bei ihrer Gründung Mitte des 19. Jahrhunderts war die Werkfeuerwehr eine der ersten Lösch- und Hilfsgruppen, die sich aktiv um den Schutz von Belegschaft und Anlagen kümmerte und so die Sicherheit der Arbeiter ins Zentrum ihres Handelns stellte. Ihre Ausstattung entsprach damaligen Standards: Gerätschaften wie handbetriebene Feuerspritzen, Pferdefuhrwerke und Alltagskleidung gehörten seinerzeit zum Handwerkszeug. Auch bei der Gewerkschaft Deutscher Kaiser, der späteren August-Thyssen-Hütte, in Duisburg-Bruckhausen führte ein Großbrand in einer Steinfabrik im Sommer 1901 zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehreinheit. Schon bald gehörten ihr rund 50 Männer an, und die Einsatzgebiete umfassten neben Werkgelände und Schachtanlagen auch Scheunen auf umliegenden Bauernhöfen sowie private Wohnungen. Seit 1949 als Berufsfeuerwehr aufgestellt, zehn Jahre später als Werkfeuerwehr anerkannt, baute die Gruppe den vorbeugenden Brand- und Katastrophenschutz kontinuierlich aus und orientierte sich dabei konsequent an jeweils modernsten Standards.

Vorbeugung ist heute Hauptaufgabe

Heute umfassen die thyssenkrupp-Einheiten 237 hauptberufliche Mitarbeiter, in Duisburg 155, in Bochum und Dortmund jeweils 41. Im Siegerland wird der Brandschutz durch nebenberufliche Kräfte gewährleistet. Genau wie bei den öffentlichen Feuerwehren verfügen die Einsatzkräfte über die Qualifikation Rettungssanitäter oder Rettungsassistent. Schon lange ist die Brandbekämpfung nicht mehr der primäre Einsatzbereich: „Im Zentrum unserer Arbeit steht der präventive Brand- und Katastrophenschutz“, so Feuerwehrchef Andreas Eichloff. „Wir handeln nach dem Grundsatz, möglichen Gefahren von Grund auf vorzubeugen und es so gar nicht zu einem abwehrenden Einsatz kommen zu lassen. Unsere Hauptaufgaben sind daher neben der ständigen Einsatzbereitschaft vor allem Schulungen und Kontrollen.“ Auch die Rettung verunglückter Personen, der Umweltschutz, technische Hilfeleistungen und die Beratung sowie Begleitung von sicherheitsrelevanten Reparaturarbeiten zählen zum Leistungsspektrum. Der vorbeugende Ansatz habe sich in den letzten Jahrzehnten als richtig erwiesen, so Andreas Eichloff. „Glücklicherweise nehmen die Einsätze in den Werken kontinuierlich ab. Stattdessen können wir gemeinsam mit der Belegschaft immer wieder modernste Sicherheitsstandards setzen.“ Dem Chef der Werkfeuerwehr ist darüber hinaus wichtig, die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den kommunalen Feuerwehren und Behörden hervorzuheben, die an allen Standorten bewährte Praxis ist: „Ohne diese enge und kollegiale Kooperation geht es nicht.“

Intensive Ausbildung

Die 18-monatige Ausbildung ist außerordentlich intensiv. Ihre Kompetenz und Vielseitigkeit machen die Werkfeuerwehr daher bereits seit den 1980er Jahren zum Partner der Duisburger Berufsfeuerwehr: Augenfällig wurde das jüngst, als beim Großeinsatz im Bochumer Uni-Klinikum Bergmannsheil Einheiten aus dem gesamten Ruhrgebiet herangezogen wurden. Auch die thyssenkrupp-Werkfeuerwehr war mit den Bochumer Kollegen vor Ort. Unmittelbar vor ihrem großen Jubiläum stellte die Feuerwehr auch dort ein weiteres Mal ihre Kompetenz unter Beweis: professionell, umfassend, mit voller technischer und persönlicher Einsatzbereitschaft.

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