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Tagespresse, 29.10.2014, 14:10

„Historische Industriefilme aus drei Jahrzehnten“: ThyssenKrupp Steel Europe lädt interessierte Bürger zum kostenlosen Filmabend ins BesucherCentrum ein

Historische Industriefilme - Nur der Nebel ist grau
Bei den Dreharbeiten zum preisgekrönten Industriefilm „Nur der Nebel ist grau“ aus dem Jahr 1965: Das französische Filmteam mit Marga und Robert Menegoz (rechts außen) und Kameramann Sacha Vierny (hinten Mitte) bei der Besprechung einer Szene im Walzwerk.

„Nur der Nebel ist grau“ ist nicht der Titel einer Werbebroschüre für den Ruhrgebiets-Tourismus, sondern so heißt ein mehrfach prämierter Industriefilm aus dem Jahr 1965. Er zeigt das damals neue Werk Beeckerwerth der August-Thyssen-Hütte in Duisburg. Erstmals kommen auch Arbeiter in einem Industriefilm zu Wort und erzählen von ihrem Verhältnis zum Job. Der fast 50 Jahre alte Streifen glänzt zudem durch spektakuläre Kamera-Fahrten durch die Produktionsanlagen, wie sie damals nicht für möglich gehalten wurden und auch heute noch den Zuschauer beeindrucken. Dafür wurden eigens Holzkonstruktionen in Form einer Stahlbramme hergestellt, in die die Kamera eingebaut wurde und dann durch die Walzstraße fuhr. „Der Nebel ist grau“ ist einer von drei Beiträgen, die im Rahmen eines Filmabends von ThyssenKrupp Steel Europe in Kooperation mit dem ThyssenKrupp Konzernarchiv gezeigt werden. Die Veranstaltung unter dem Motto „Historische Industriefilme aus drei Jahrzehnten“ findet am 18. November statt; der Eintritt ist kostenlos.

Fundstücke aus dem ThyssenKrupp Konzernarchiv

Die Vorführung wendet sich nicht nur an filmbegeisterte Cineasten. Sie spricht auch interessierte Bürger an, die die Zeitverläufe rund um das Werk im Duisburger Norden verfolgen möchten, sowie Zeitzeugen, die in irgendeiner Form mit diesem Standort verbunden waren oder sind. Neben der Dokumentation aus dem Jahr 1965 sind ein Schwarzweiß-Film von 1955 („Von der Bramme zum Breitband“) und ein Imagefilm von 1972 („Menschen ATH '72“) zu sehen, die aus dem ThyssenKrupp Konzernarchiv stammen. Moderiert wird das Programm vom Leiter des Konzernarchivs, Prof. Dr. Manfred Rasch, und seiner Mitarbeiterin und Filmexpertin Astrid Dörnemann. Sie erläutern die Filme und ordnen deren Besonderheiten und zeitgeschichtlichen Bedeutung ein. Außerdem stehen sie für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

„Historische Industriefilme aus drei Jahrzehnten“ beginnt am 18. November um 19.00 Uhr (Einlass 18.30 Uhr) und ist voraussichtlich gegen 20.30 Uhr beendet. Die Veranstaltung findet im BesucherCentrum von ThyssenKrupp Steel Europe (neben Tor 1, gegenüber der Hauptverwaltung Kaiser-Wilhelm-Str. 100, Duisburg-Hamborn) statt. Der Parkplatz P1 (neben Matena-Straße) ist ausgeschildert. Für den Filmabend wird kein Eintritt erhoben. Aufgrund der begrenzen Anzahl von Sitzplätzen wird um vorherige, verbindliche Anmeldung bis zum 13. November unter veranstaltung.besuchercentrum@thyssenkrupp.com oder beim Team des BesucherCentrums unter der Telefon-Nummer 02 03 / 52 - 24 430 gebeten.

Drei bedeutende Industriefilme am 18. November ab 19 Uhr

Von der Bramme zum Breitband [Kurzfassung]

1955, Schwarzweiß, 12 Minuten

„Von der Bramme zum Breitband“ ist ein Filmdokument über den Wiederaufbau der August Thyssen-Hütte nach dem Zweiten Weltkrieg. Zwei Jahre lang drehten die Kameramänner auf dem Werkgelände in Duisburg Aufnahmen von den kriegszerstörten Anlagen und von dem Wiederaufbau der Betriebe. Im Mittelpunkt des Films stehen der Bau und die Produktion der vollkontinuierlichen Warmbreitbandstraße, die 1955 den Betrieb aufnahm und die - ständig modernisiert - bis heute Breitband liefert.

Nur der Nebel ist grau - Impressionen aus dem neuen Werk der August Thyssen-Hütte

Farbe, 1965, 25 Minuten

Der mehrfach prämierte Industriefilm „Nur der Nebel ist grau“ präsentiert das damals neue Werk Beeckerwerth der August Thyssen-Hütte in Duisburg und die Menschen, die darin arbeiten. Erstmals kommt der Arbeiter in einem Industriefilm zu Wort. Ausschnitte von Gesprächen lassen das veränderte Verhältnis zwischen Mensch und Arbeitsplatz erkennbar werden. Die Geräusche und Stimmen sind authentisch. Auch eine Störung im Breitbandwerk - von der Kamera blitzschnell eingefangen - wurde nicht, wie bis dahin üblich, aus dem Film geschnitten; sie zeigt, dass die Maschinen nicht unfehlbar und die sie überwachenden Menschen unersetzlich sind. Für den Film verpflichtete die ATH ein französisches Filmteam: für die Regie Robert Menegoz und für die Kamera Sacha Vierny sowie eine deutsche Produktionsgesellschaft.

Menschen ATH '72

Farbe, 1972, 4 Minuten

Der Imagefilm „Menschen ATH ‘72“ präsentiert über fast vier Minuten Länge ausschließlich Interviews von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bei der August Thyssen-Hütte AG tätig sind. Sie erzählen, weshalb sie bei der ATH arbeiten. Zu Wort kommen unter anderem eine Sekretärin und ein Feuerwehrmann, aber auch ein Auszubildender und ein leitender Angestellter berichten nicht nur von den Vorteilen ihres Arbeitsplatzes.

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