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Tagespresse, 03.03.2017, 14:47

Minister Schmeltzer: Unternehmen wie thyssenkrupp zeigen, dass ein fairer Umgang mit Leiharbeit und Werkverträgen möglich ist (Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen)

Sprachen bei einem Besuch im Duisburger thyssenkrupp-Werk über das Thema Leiharbeiter: NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (2. v. r.) sowie (v. l. n. r.) Personalvorstand Thomas Schlenz (thyssenkrupp Steel Europe), Knut Giesler (IG Metall) und Wilhelm Oberste-Beulmann (START-NRW).
(Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen)

thyssenkrupp arbeitet seit mehr als 20 Jahren erfolgreich mit dem Zeitarbeitsunternehmen START NRW zusammen

Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales informiert:

In Nordrhein-Westfalen sind rund 230.000 Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in verschiedensten Branchen und Unternehmen tätig. Nicht immer, aber oft sind diese Beschäftigungsverhältnisse unsicher und schlecht bezahlt. Ar-beitsminister Rainer Schmeltzer mahnt einen fairen Umgang mit Leiharbeit und Werkverträgen an und lobt ausdrücklich das Unternehmen thyssenkrupp, das seit 1996 mit dem Zeitarbeitsunternehmen START NRW zusammenar-beitet. „Viele Leiharbeitnehmerinnen und -nehmer haben dadurch eine Chan-ce auf Festanstellung erhalten. Unternehmen wie thyssenkrupp in Duisburg zeigen, dass ein fairer Umgang mit Leiharbeit und Werkverträgen möglich ist. Andere Betriebe sollten diesem guten Beispiel folgen. Schließlich geht es auch um die Sicherung des Fachkräftebedarfs.“

Faire Arbeit und faire Wettbewerbsbedingungen seien gerade für den Stahl-standort Nordrhein-Westfalen von herausragender Bedeutung, betonte Schmeltzer. „Stahl ist nach wie vor ein Zukunftsfaktor. Ohne die heimische Stahlindustrie wären auch unser Maschinenbau und die Fahrzeugtechnik nicht das, was sie heute sind“, so der Arbeitsminister.

Seit Beginn der Zusammenarbeit mit START NRW hat die Stahlsparte von thyssenkrupp zahlreiche Leiharbeitnehmerinnen und -nehmer in reguläre Be-schäftigung übernommen. In den vergangenen Jahren waren dies etwa ein Drittel der eingesetzten Mitarbeiter. Auch im Bereich der Ausbildung koope-rieren die beiden Unternehmen erfolgreich.

START NRW verfolgt das Ziel, Arbeitslose – insbesondere Menschen mit Vermittlungshemmnissen – über die Arbeitnehmerüberlassung dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Zeitarbeitsunternehmen bietet faire Ar-beitsbedingungen, setzt auf Qualifizierung der Zeitarbeitnehmerinnen und -nehmer, führt zahlreiche Arbeitsmarktprojekte durch und schafft zusätzliche Ausbildungsplätze durch partnerschaftliche Berufsausbildung.

START NRW wurde 1995 durch das Land Nordrhein-Westfalen, den Arbeit-geberverband Stahl, den Nordrhein-Westfälischen Handwerkstag, Gewerk-schaften, Wohlfahrtsverbände und kommunale Spitzenverbände gegründet. Das Unternehmen ist an 28 Standorten in Nordrhein-Westfalen vertreten. Insgesamt sind bei Start NRW 180 interne und knapp 2.500 Zeitarbeitnehme-rinnen und -arbeitnehmer sowie rund 300 Auszubildende beschäftigt.

Seit 2013 setzt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen die Landesinitiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ um. Ziel der Initiative ist es, die vielen gu-ten Beispiele für faire Arbeit bekannt zu machen, Transparenz über Rechte und Pflichten herzustellen und im Dialog mit Unternehmen und Arbeitneh-mervertretungen faire Arbeits- und Wettbewerbsbedingungen zu fördern.

Weitere Informationen zum Thema „Faire Leiharbeit und Werkverträge“ und zur Landesinitiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ finden Sie auf der In-ternetseite www.landderfairenarbeit.nrw.de.

(Quelle: Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen)

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