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Tagespresse, 17.11.2014, 11:10

Fotoausstellung „Keine Kohle mehr“ vom 18. November an im BesucherCentrum von ThyssenKrupp Steel Europe zu sehen

Filmabend mit historischen Industriefilmen ist ausgebucht

Fotoausstellung "Keine Kohle mehr "
Die beiden Fotografen Wolf R. Ussler (r.) und Thomas Stelzmann zeigen in Duisburg eine Auswahl von Schwarz-Weiß-Motiven aus ihrem Projekt „Keine Kohle mehr“, das auch im Düsseldorfer Landtag schon zu sehen war. Foto: Christian Ritter

Eine Ära neigt sich dem Ende zu: Für den Steinkohlebergbau in NRW rückt das Schichtende näher. Die Zechen werden endgültig zur Geschichte und damit auch Leben und Tradition der Knappen. In ihrem Fotoprojekt „Keine Kohle mehr“ widmen sich die Fotografen Wolf R. Ussler und Thomas Stelzmann Veteranen des Bergbaus. In ihrer Arbeit geht es darum, Menschen zu porträtieren, die mit ihrem Schaffen das Leben im Ruhrgebiet über Jahrzehnte geprägt haben. Aus diesem Fotoprojekt werden vom 18. November an zwölf großformatige Schwarz-Weiß-Exponate im BesucherCentrum von ThyssenKrupp Steel Europe in Duisburg-Hamborn (gegenüber der Hauptverwaltung an der Kaiser-Wilhelm-Straße 100) gezeigt. Die Eröffnung der Ausstellung findet im Zuge des mittlerweile ausgebuchten Kinoabends mit historischen Industriefilmen aus dem ThyssenKrupp Konzernarchiv am gleichen Abend statt. Danach kann die Fotoschau während der üblichen Öffnungszeiten von 7:30 bis 12:00 Uhr und 13:30 bis 16:00 Uhr (montags, dienstags, donnerstags und freitags Vormittag) besichtigt werden.

Während der dreijährigen Projektarbeit holten die beiden Düsseldorfer Fotografen gut 40 Bergleute auf das Gelände ihrer ehemaligen Zeche zurück. Jeder der Porträtierten dokumentiert in den Szenen vor Ort, was in seinem Arbeits- oder Privatleben eine wichtige Rolle gespielt hat. Darüber hinaus gewährt diese Begegnung mit der Vergangenheit ebenfalls einen Blick in die Gegenwart. Denn die Fotos zeigen auch ein Stück Strukturwandel am Ende einer Ära. Die jetzt im BesucherCentrum gezeigte Motiv-Auswahl bezieht sich stets auf den Großraum Duisburg bzw. ThyssenKrupp. So zeigt die Ausstellung die hiesige Zeche Walsum und die Zeche Lohberg in Dinslaken, von wo aus das Hamborner Werk früher über die Lohberg-Bahnstrecke mit Kohle versorgt wurde. Außerdem ist beispielsweise ein Exponat der Schachtanlage Rossenray in Kamp-Lintfort zu sehen, an der ThyssenKrupp damals beteiligt war. Weitere Informationen über das Fotoprojekt gibt es auf der Internetseite www.keinekohlemehr.de. Die Fotoschau läuft bis Februar 2015.

Wegen großer Nachfrage wird Anfang 2015 ein weiterer Filmabend angeboten

„Historische Industriefilme aus drei Jahrzehnten“ sind am 18. November im Besucher-Centrum von ThyssenKrupp Steel Europe gegenüber der Kaiser-Wilhelm-Straße 100 zu sehen. Im Rahmen eines Kinoabends zeigt das ThyssenKrupp Konzernarchiv den Schwarz-Weiß-Film „Von der Bramme zum Breitband“ aus dem Jahr 1955, die preisgekrönte Dokumentation „Nur der Nebel ist grau“ von 1965 sowie den Imagefilm „Menschen ATH '72“. Moderiert wird das Programm vom Leiter des Konzernarchivs, Prof. Dr. Manfred Rasch, und seiner Mitarbeiterin und Filmexpertin Astrid Dörnemann. Außerdem sind Zeitzeugen zu dieser Veranstaltung eingeladen. Mit ihrer Hilfe und anhand der Filme wird die Entwicklung der damaligen August Thyssen-Hütte im Duisburger Norden in den Jahren des Wiederaufbaus beleuchtet. Die Veranstaltung ist mit 150 Gästen ausgebucht. Auf Grund der enormen Nachfrage wird ThyssenKrupp Steel Europe Anfang nächsten Jahres einen weiteren Filmabend mit historischen Fundstücken anbieten.

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