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Fachpresse, Tagespresse, 09.06.2017, 15:36

Auf den (Dienst)-Hund gekommen: thyssenkrupp-Sicherheitsexperte Rüdiger Ruhnke setzt in der Unternehmenssicherheit auf den Spürsinn seiner Begleiterin „Dascha“

Dobermann-Hündin „Dascha“
Zwei Spürnasen, die sich gut verstehen: Dobermann-Hündin „Dascha“ und der Mann an ihrer Seite, Rüdiger Ruhnke. Der Sicherheitsexperte ist als oberster Ermittler in der Stahlsparte von thyssenkrupp tätig. Bei seiner Arbeit wird er - wie hier auf dem Werkgelände in Duisburg - von seinem Diensthund unterstützt.

Eine Spürnase brauchen sie beide: Rüdiger Ruhnke, der als Leiter der Unternehmenssicherheit für alle Standorte der thyssenkrupp Steel Europe AG grenzübergreifend zuständig ist, und sein Diensthund Dascha. „Schon als Kind war ich eine Spürnase, bin den Dingen auf den Grund gegangen und habe so lange gebohrt, bis ich alle Ungereimtheiten aufgeklärt habe.“ Er hat das kriminalistische Interesse und Instinkt im Blut. Und genau das ist es auch, was die Dobermann-Hündin auszeichnet. „Der Hund ist an vielen Stellen wirklich ein echter Gefährte des Menschen. Dascha und ich erleben das jeden Tag aufs Neue“, bringt der Hundefreund die enge Beziehung der beiden auf den Punkt. Und das erleben Ruhnke und der Vierbeiner nicht nur in der Freizeit, sondern auch bei ihrer Arbeit auf dem Werkgelände der Stahlsparte von thyssenkrupp.

Allein die Präsenz des Vierbeiners kann Situationen entschärfen

Als oberster Ermittler im thyssenkrupp-Stahlbereich zeichnet Ruhnke für die Gesamtkoordination und Gewährleistung der Unternehmenssicherheit verantwortlich. Sein Aufgabengebiet umfasst auch die Zusammenarbeit mit Behörden wie Kriminalpolizei und Zoll, in der Präventions- sowie Aufklärungsarbeit, bei deliktischen Handlungen, z. B. Diebstahl, Körperverletzung, Betrugs- und Branddelikte. Dabei vertraut Ruhnke, privat seit langen Jahren Hundehalter aus Leidenschaft, auch im Beruf auf seine Hündin: Nicht nur ihre Erscheinung ist beeindruckend – es ist vor allem ihre uneingeschränkte Bereitschaft zu schützen, die er an ihr schätzt: „Meine Dascha ist zurzeit der einzige Hund, der zu dienstlichen Zwecken eingesetzt wird. Allein ihre Präsenz kann eine schwierige Situation entschärfen. Und bei Ermittlungen ist ihr Instinkt Gold wert.“

Sicherheit auf Schritt und Tritt: ein unschlagbares Team

Dobermann-Hündin Dascha scheint sich dessen völlig bewusst zu sein. Mit gerade mal zwei Jahren zeigt sie sich im privaten Umfeld noch ganz verspielt. Wenn sie aber den Mann an ihrer Seite auf seinen Runden begleitet, wandelt sie sich sofort zum hochprofessionellen Spür- und Schutzhund. Sie ist darauf trainiert, potenzielle Angreifer schachmatt zu setzen.

Aber auch Bereiche, die für ihren Chef gefährlich werden könnten, scheut Dascha nach einer ersten Inspektion nicht: Insgesamt 35 Kilometer Kabelkanal durchziehen das Firmengelände in Duisburg, das 9,5 Quadratkilometer oder 1.330 Fußballfelder groß ist. Dascha ist darauf trainiert, auch dort mögliche Gefahrenquellen und Störenfriede aufzuspüren. „Dazu muss das Tier seine Umgebung ganz genau kennen. Dobermänner sind sehr intelligent. Sie stürzen sich nicht kopflos in eine unbekannte Situation, sondern sie analysieren zuvor die Umstände und agieren dann entschlossen“, weiß Ruhnke. Eine Kombination, die im Rahmen der Ausbildung noch weiter herausgearbeitet wird: „Wir trainieren verschiedenste Situationen, zum Beispiel überfallartige Angriffe, welche Dascha abwehren muss, oder das Stellen von verdächtigen Personen.“ Ihre Ausbildung ist mit der von Polizeihunden durchaus vergleichbar, und durch die enge Bindung funktioniert das Zusammenspiel zwischen Herr und Hund reibungslos.

Mit Herz und Verstand: Familienhund, der Eindruck macht

Wirkungsvoll ist die Leistung des Gespanns allemal. Hinter der positiven Bilanz der verschiedenen aufgedeckten Straftaten stecken viel Arbeit und Eigeninitiative: „Die Diensthunde-Prüfung haben wir beide absolviert – und ich befürchte, sie war für mich deutlich anstrengender als für Dascha“, erinnert sich Ruhnke. Sein Hund hält ihn fit. Weitere Ausbildungseinheiten sind bereits geplant: „Wir bleiben am Ball, allein um die Routine weiterzuentwickeln. Der Hund denkt zunehmend mit und pariert mehr und mehr als Partner. Natürlich auf mein Kommando, aber mit eingespielten Maßgaben.“

Am 11. Juni ist „Tag des Hundes“

Der 11. Juni markiert für Hunde-Liebhaber ein ganz besonderes Datum: Bundesweit starten dann Aktionen zum „Tag des Hundes“ mit 380 Veranstaltungen rund um den Vierbeiner, der als bester Freund des Menschen gilt. Für Dascha wird der 11. Juni aber ein Tag wie jeder andere sein. „Sie ist ohnehin ein Teil unserer Familie“, erzählt Ruhnke, „und das an 365 Tagen im Jahr.“

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