Kern des Vorhabens ist die Entwicklung eines digitalen Zwillings des Wärmenetzes am Standort Duisburg-Hamborn. Dieser bildet Strömungen, Temperaturen und Energieflüsse realitätsnah ab und wird mit einem Optimierungsmodell gekoppelt, das die Erzeugung von Wärme, Kälte und elektrischer Energie bewertet. Auf dieser Basis untersucht das Projektteam Flexibilisierungsoptionen wie den Einsatz von Wärmespeichern, die Integration von Wärmepumpen, die Nutzung zusätzlicher Abwärmequellen sowie die Anpassung von zentralen Betriebsparametern.
Das Projekt ist am 1. Oktober 2025 gestartet, erste Ergebnisse werden 2026 erwartet.
Steel bringt Betriebs‑ und Netzdaten ein, prüft die Integration weiterer Abwärme Quellen und bewertet regelungstechnische Maßnahmen zur Flexibilisierung von Wärmeverbrauchern, Erzeugungskapazitäten und Netzparametern.. Die Bereitstellung der Daten ist bereits weitestgehend abgeschlossen und die Untersuchung zur Einbindung weiterer Abwärmequellen wurde begonnen.
„Das Forschungsvorhaben liefert wichtige Erkenntnisse für einen effizienteren Anlagenbetrieb im industriellen Umfeld im Kontext einer klimaneutralen Produktion. Durch die Erschließung der Flexibilisierungspotenziale können über den reinen Netzbetrieb hinaus Energiekosten in Zeiten hoher Preise reduziert und CO2-Emissionen vermieden werden“, betont Dr.-Ing. Simon Möhren, Projektleiter bei thyssenkrupp Steel. Mit dem Projekt wird thyssenkrupp Steel den Pfad in Richtung klimaneutraler Produktion weiter voranschreiten und auch einen gesellschaftlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit am Standort Duisburg leisten.