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thyssenkrupp Steel erforscht flexiblen und energieeffizienten Betrieb industrieller Wärmenetze – gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein (HSNR) und der heatbeat nrw GmbH

Von links nach rechts: Simon Möhren (thyssenkrupp Steel), Hannah Daldrup (SWK E²), Lisa Schmitt (SWK E²), Michael Mans (heatbeat), Stefan Saalberg (thyssenkrupp Steel), Maurice Görgen (SWK E²), Jörg Meyer (SWK E²), Christian Schäfer (thyssenkrupp Steel). Foto: Christian Schäfer

Die thyssenkrupp Steel Europe AG (thyssenkrupp Steel) beteiligt sich als Praxispartner am Forschungsprojekt „FlexHeatNet“, das die Hochschule Niederrhein (HSNR) gemeinsam mit der heatbeat nrw GmbH durchführt.

Ziel ist es, industrielle Wärmenetze mithilfe moderner Modellierungs- und Optimierungsmethoden flexibler, energieeffizienter und klimafreundlicher zu betreiben. Gefördert wird das Projekt durch das Land Nordrhein-Westfalen und von der Europäischen Union kofinanziert.

Als eines der energieintensivsten Unternehmen Deutschlands arbeitet thyssenkrupp Steel seit Jahren an der Steigerung der Energieeffizienz und der Transformation hin zur klimaneutralen Produktion. Ein zentraler Hebel ist dabei die Optimierung und Dekarbonisierung der industriellen Wärmeversorgungssysteme. „Wärmenetze übernehmen in unseren Werken eine zentrale Rolle bei der Bereitstellung von Raum- und Prozesswärme“, erklärt Stefan Saalberg, Fachbereichsleiter Fernwärme, Dampf und Abwärmenutzung bei thyssenkrupp Steel.

Kern des Vorhabens ist die Entwicklung eines digitalen Zwillings des Wärmenetzes am Standort Duisburg-Hamborn. Dieser bildet Strömungen, Temperaturen und Energieflüsse realitätsnah ab und wird mit einem Optimierungsmodell gekoppelt, das die Erzeugung von Wärme, Kälte und elektrischer Energie bewertet. Auf dieser Basis untersucht das Projektteam Flexibilisierungsoptionen wie den Einsatz von Wärmespeichern, die Integration von Wärmepumpen, die Nutzung zusätzlicher Abwärmequellen sowie die Anpassung von zentralen Betriebsparametern.

Das Projekt ist am 1. Oktober 2025 gestartet, erste Ergebnisse werden 2026 erwartet.

Steel bringt Betriebs‑ und Netzdaten ein, prüft die Integration weiterer Abwärme Quellen und bewertet regelungstechnische Maßnahmen zur Flexibilisierung von Wärmeverbrauchern, Erzeugungskapazitäten und Netzparametern.. Die Bereitstellung der Daten ist bereits weitestgehend abgeschlossen und die Untersuchung zur Einbindung weiterer Abwärmequellen wurde begonnen.

„Das Forschungsvorhaben liefert wichtige Erkenntnisse für einen effizienteren Anlagenbetrieb im industriellen Umfeld im Kontext einer klimaneutralen Produktion. Durch die Erschließung der Flexibilisierungspotenziale können über den reinen Netzbetrieb hinaus Energiekosten in Zeiten hoher Preise reduziert und CO2-Emissionen vermieden werden“, betont Dr.-Ing. Simon Möhren, Projektleiter bei thyssenkrupp Steel. Mit dem Projekt wird thyssenkrupp Steel den Pfad in Richtung klimaneutraler Produktion weiter voranschreiten und auch einen gesellschaftlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit am Standort Duisburg leisten.

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