Skip Navigation

Anwendungstechnik: 50 Jahre Entwicklung bei thyssenkrupp Steel

Seit fünf Jahrzehnten unterstützen wir mit unserer Anwendungstechnik die Kunden mit innovativen Lösungen beim optimalen Einsatz des Werkstoffs Stahl.

Fotos: thyssenkrupp Steel Fotografie

Der Name ist Programm: Ziel der Anwendungstechnik, der Innovationsschmiede vonthyssenkrupp Steel, ist nicht nur die Forschung, Entwicklung und Herstellung neuer Stahlwerkstoffe und Technologien, sondern ihr bestmöglicher Einsatz beim Kunden.

Dafür wird in der Anwendungstechnik analysiert und konzipiert, experimentiert und simuliert, umgeformt, gefügt, revidiert, korrigiert und industrialisiert. „Als technisches Rückgrat für unsere Kunden müssen wir uns immer wieder selbst infrage stellen“, sagt der Leiter der Anwendungstechnik, Stefan Eiden.

Anwendungsmöglichkeiten von Stahl

So haben die Mitarbeiter in der Anwendungstechnik mit über Jahrzehnten aufgebautem Verarbeitungswissen ihre Ergebnisse immer wieder überarbeitet, verbessert und den aktuellsten technologischen Möglichkeiten und materialtechnischen Herausforderungen angepasst.

„Mit unserer Expertise ebnen wir den Weg für unsere Kunden und unterstützen wie kein anderer Stahlhersteller die Anwendung unseres Werkstoffs in der Praxis.“ Dazu gehören eine intensive und individuelle Beratung sowie eine ganzheitlich technische und wirtschaftliche Konzeptarbeit – und das über Branchengrenzen hinweg.

Anwendungsbeispiel Auto: Der Innovationstreiber der Stahlindustrie

Große Konzeptstudien, die sich mit dem Thema Mobilität beschäftigen, stehen dabei immer wieder im Fokus. Sei es der NSB® NewSteelBody zu Beginn des neuen Jahrtausends, der Jahre später vom konzernweiten Innovationspaket InCar® abgelöst wird. Eine Autogeneration später folgte mit InCar®plus ein weiteres Projekt zur automobilen Effizienz.

Wichtig dabei: Es handelt sich immer um herstellerunabhängige Konzepte, deren Anwendungsbeispiele, Lösungsvorschläge und Verarbeitungsempfehlungen für innovative Stahlgüten individuell angepasst und skaliert werden können – wie auch das jüngste automotive Konzept zum Thema Elektromobilität, die Initiative selectrify®, zeigt.

Wir müssen uns immer wieder selbst infrage stellen.

Stefan Eiden, Leiter Anwendungstechnik, thyssenkrupp Steel

„Die Automobilbranche prägt wie kein anderer Industriezweig die technische Weiterentwicklung“, so Eiden. „Mit unserem Technikverständnis und unserer Beratungskompetenz haben wir uns schon frühzeitig als ihr Entwicklungspartner qualifiziert. So waren wir schon 1975 an der Entwicklung der ersten vollverzinkten Karosserie von Porsche beteiligt und haben bereits frühzeitig auf das Presshärten von Strukturbauteilen gesetzt.“

Wie wenden wir Stahl in Zukunft an?

Niemals stehen bleiben, sondern heute schon an morgen, besser noch an übermorgendenken, lautet die Devise. Veränderungen lassen sich gerade in der Fertigung nicht von jetzt auf gleich bewerkstelligen, denn Produktionszyklen sind auf viele Jahre ausgelegt. Die Leistung von thyssenkrupp Steel als Qualitätsflachstahl-Anbieter umfasst hierbei sowohl der Ideengeber als auch enger Entwicklungspartner seiner Kunden zu sein.

In den letzten 50 Jahren hat sich das Unternehmen selbst permanent mit- und weiterentwickelt. Innovationstreiber ist häufig der breit gefächerte Industriezweig rund um das Auto. Doch auch die Bau- und Verpackungsbranche oder der Energiesektor setzen wegweisende Akzente, sei es in den Bereichen Technik, Design oder Nachhaltigkeit.

Mit unserer Expertise unterstützen wir wie kein anderer Stahlhersteller die Anwendung unseres Werkstoffs in der Praxis.

Stefan Eiden, Leiter Anwendungstechnik, thyssenkrupp Steel

Der Stahlkonzern ist über die Jahrzehnte zu einem Technologieunternehmen gewachsen, das den Hightech-Werkstoff Stahl sowohl bedarfsgerecht produziert als auch beschichtet – und seinen Kunden immer den optimalen Weg für die Weiterverarbeitung und die Anwendung des vielfältigen Werkstoffs aufzeigt.

Prozesse entscheiden über Anwendung und Einsatz von Stahl

Hierfür stehen auch an den einzelnen Standorten der Business Units eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilungen zur Verfügung. Die Stahlexperten von thyssenkrupp können auf Anfrage die gesamten Prozessketten, wie beispielsweise die Warmumformung in den Presswerken der Automobilbranche, nachstellen.

Unterschiedlichen Kunden aus unterschiedlichen Industriezweigen kann in der Anwendungstechnik von thyssenkrupp Steel geholfen werden, ob in Duisburg, Dortmund oder Gelsenkirchen, in Bochum, Hohenlimburg oder Andernach.

Das Unternehmen ist schon lange nicht mehr nur Werkstoffproduzent und einer der führenden Qualitätsflachstahl-Anbieter, sondern zugleich Lösungsanbieter und Dienstleister für die Prozess- und Produktentwicklung seiner Kunden – bis hin zur Serienreife.

Langfristig erfolgreich ist, wer niemals stehen bleibt, sich permanent hinterfragt und weiterentwickelt – der beste Weg in die Zukunft ist bekanntlich, sie selbst zu gestalten.

Benchmarking – von den Besten lernen

Abstimmungsrunde

Durch eigenes Vor-Ort-Benchmarking in der Anwendungstechnik erkennt thyssenkrupp Steel aktuelle Branchentrends und liefert Best-Practice-Beispiele für den fortschrittlichen Werkstoffeinsatz. Die Stahlkundschaft profitiert vom geteilten Wissen – eine klassische Win-win-Situation also.

„Vertrauen Sie niemals oberflächlichen Gefühlen. Schauen Sie auf die Details.“ Das Zitat des berühmten englischen Schriftstellers Sir Arthur Conan Doyle wäre das perfekte Motto für das Benchmark-Team um Diplom-Ingenieur Erik Hilfrich. Beheimatet im Duisburger Technikum mitten auf dem Werksgelände, kümmert sich der erst vor zwei Jahren aus der Taufe gehobene Fachbereich von thyssenkrupp Steel schwerpunktmäßig darum, Konstruktionsteile und ihre Werkstoffe zu analysieren. „Unser Ziel ist es, herauszufinden, welche Materialien und Verfahren bei den Unternehmen und am Markt aktuell besonders gefragt sind“, erklärt Hilfrich. Die Ergebnisse dienen dazu, das eigene Angebot zu überprüfen, zu optimieren und anwendungsspezifisch weiterzuentwickeln. Der Ansatz ist auch als Requirements Engineering oder Anforderungsmanagement bekannt.

Werkstoffeinsatz unter der Lupe

Tür wird betrachtet

Bevor thyssenkrupp Steel 2019 selbstständig die Regie beim Benchmarking übernommen hat, wurde der Job von unterschiedlichen externen Dienstleistungsunternehmen erledigt, bei denen die benötigten Daten beauftragt und eingekauft werden mussten. Schon damals waren die Rückmeldungen aus der Kundschaft positiv. Jetzt hat man alle Zügel selbst in der Hand und kann die ingenieurswissenschaftliche Detektivarbeit nach eigenen Maßstäben ausrichten. Der Fokus liegt dabei auf Fahrzeug-Bauteilen. Fahrwerksteile, Elektromotoren, Fahrzeugtüren aber auch Bauelemente sind dafür nur einige von vielen möglichen Beispielen. Diese werden in den Laboren der Anwendungstechnik im ersten Schritt unter anderem vermessen, gewogen und gescannt, bevor man sie anschließend zerlegt und in detaillierten Untersuchungen auf Herz und Nieren prüft.

Die durch das Benchmarking gewonnenen Ergebnisse geben den Fachleuten nicht nur ein genaueres Marktbild, sondern verhelfen den Entwickler:innen von thyssenkrupp Steel auch zu einem tieferen Verständnis von spezifischen Anforderungsprofilen. Insbesondere dann, wenn die eigenen Werkstoffkompetenzen und Analysemöglichkeiten im Stahlkonzern miteinander verknüpft werden. So wird der Werkstoff Stahl von der Chemie über die Verarbeitung bis hin zur konkreten Anwendung von internen Expert:innen analysiert, beurteilt und getestet. Im Zuge des Wissensaustauschs erhält dann die Werkstoffabteilung von der Innovation die Information, welche Festigkeiten in der Fahrwerksentwicklung gerade den Wettbewerb bestimmen. Auf diese Weise setzen die Benchmark-Profis abteilungsübergreifend und unternehmensweit wichtige Impulse. In manchen Fällen führen die Untersuchungen sogar dazu, dass der Kundschaft neue, besser geeignete Produkte empfohlen werden können. Zu diesem Zweck führt die Anwendungstechnik in Duisburg auch gezielt Workshops für die Kundschaft durch – in diesen Zeiten natürlich unter Berücksichtigung aller Hygieneregeln- und der aktuell gültigen Coronaschutzverordnung.

Anwendungstechnik bietet Workshops für Automobilindustrie

Workshopsituation

Die interaktiven Workshops sind von einer inspirierenden Atmosphäre geprägt und folgen einem praxisbezogenen Konzept. Im eigens dafür eingerichteten Seminarbereich werden je nach Veranstaltung unterschiedliche Bauteile präsentiert, die gemeinsam mit der Kundschaft analysiert werden. Zusammen kann man auf diese Weise Details in Augenschein nehmen und Best-Practice-Lösungen diskutieren. Exemplarisch hierfür ist der Einsatz von neuen Stahlgüten in Fahrzeugkonstruktionen der Automobilindustrie. Dieser eröffnet OEMs im Hinblick auf die mit der Elektromobilität verbundenen Gewichts- und Sicherheitsherausforderungen ganz neue Möglichkeiten. „Bei den Workshops kommen wir mit unseren Ansprechpartner:innen schnell in einen sehr fruchtbaren Austausch über das Für und Wider von Lösungen und können auch eventuellen Vorbehalten und Berührungsängsten mit bestimmten Themen sehr effizient begegnen“, so Kai-Uwe Jentsch, der im Fachbereich vor allem für das Benchmarking zuständig ist. Der Diplom-Ingenieur weiter: „Wir freuen uns, dass Firmen, die in bestimmten Baureihen bislang auf Stahl verzichtet hatten, nach den Veranstaltungen wieder auf Stahl gesetzt haben.“

Werkstoffeinsatz optimieren und weiterentwickeln

Türen-Benchmark

Die Benchmark-Workshops bieten abseits des hektischen Geschäftsalltags ausreichend Raum, um Branchentrends aufzuzeigen, Untersuchungsergebnisse zu teilen und der Kundschaft auf die Zukunft ausgerichtete Anwendungskonzepte an die Hand zu geben. So können hier individuelle Herausforderungen gelöst werden – wie Senkung von Verfahrenskosten bei der Herstellung von Bauteilen oder die Performancesteigerungen. Diplom-Ingenieur Helmut Mebus: „Unsere Leistungen und Services rund um das Thema Benchmarking stehen sowohl internen Fachabteilungen als auch unserer Kundschaft offen und müssen qualitativ keinen Vergleich scheuen.“ Auch weil das Angebot die Bedürfnisse von Unternehmen auf ganzheitliche Weise adressiert. „Wir können Bauteile mit den passenden Werkstoffen, innovativen Technologien und tragfähigen Konzepten optimieren und weiterentwickeln.“

Allgemeine Kontaktanfrage

*

*Pflichtfeld

Kontakt

thyssenkrupp Steel Europe AG

Kaiser-Wilhelm-Straße 100

47166 Duisburg

Telefon+49 (0)203 52-0

nach oben