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Bainitischer Chassis-Stahl mit garantierter Lochaufweitung von mindestens 60%

Für den wirtschaftlichen Leichtbau hochfester Fahrwerksteile

Der bainitische Chassis-Stahl CH-W® ist besonders für komplexe, kaltumgeformte Bauteile im Fahrwerk geeignet.

Der warmgewalzte bainitische Chassis-Stahl CH-W® ist ideal geeignet für komplexe, kaltumgeformte Bauteile im Fahrwerk mit hohen Anforderungen an die Lochaufweitung.

Als Weiterentwicklung der bewährten Complexphasen-Stähle bietet der neue bainitische Stahl für das Fahrwerk CH-W® deutlich verbesserte Umformbarkeit bei sonst vergleichbar guten Eigenschaften. Mit dem CH-W® sind größere Durchstellungen mit engeren Radien als bisher darstellbar.

Darüber hinaus ist eine fehlerfreie Oberfläche kennzeichnend für die Fahrwerksgüte.

Bainitischer Chassis-Stahl CH-W ist prädestiniert für den Einsatz im Fahrwerk.
Bainitischer Chassis-Stahl CH-W® ist prädestiniert für den Einsatz im einschaligen Querlenker.

Mit seinem Eigenschaftsprofil ist der bainitische Chassis-Stahl CH-W® besonders für komplexe Fahrwerksbauteile wie beispielsweise einschalige Querlenker, Federteller und vergleichbar anspruchsvolle Bauteile geeignet.

Warmgewalzter banitischer Chassis-Stahl


Stahlsorte

Vergleichsgüte
VDA 239-100
Dicke
von _ bis in mm
Breite
von _ bis in mm
CH-W® 660Y760T HR660Y760T-CP 2,00 – 4,20 940 – 1.300

Mechanische Eigenschaften

Stahlsorte Streckgrenze Zugfestigkeit Bruchdehnung Lochaufweitung2
Rp0,2 [MPa] Rm [MPa] min. A [%] min. A80 [%] min. λ [%] min.
CH-W® 660Y760T 660 – 820 760 14 12 60
Prüfrichtung in Walzrichtung.

Hinweise für die Anwendung und Verarbeitung

Werkstoffcharakteristik

Gefüge

Aufgrund der ausgewählten chemischen Zusammensetzung und des besonderen Walzverfahrens hat der bainitische Chassis-Stahl eine sehr feine Mikrostruktur. Die gewünschten Eigenschaften des Stahls werden durch das spezielle Gefüge mit Nanoausscheidungen erzielt. Der niedrige Si-Gehalt gewährleistet eine besonders fehlerfreie Oberfläche.

Beispielgefüge CH-W®

Gefügekontrastierung über Ätzung mit Nital.

Gefügekontrastierung über Ätzung mit Nital.

Umformen

Warmgewalzter bainitischer Chassis-Stahl wird häufig im Fahrwerksbereich eingesetzt. Er zeichnet sich insgesamt durch ein gutes Umformverhalten aufgrund seines günstigen Verfestigungsverhaltens aus, dabei bietet er einen hohen Wiederstand gegen lokales Einschnüren. Durch sein sehr feines und homogenes Gefüge besitzt er eine sehr hohe Lochaufweitung von garantiert mindestens 60% nach ISO 16630. Darüber hinaus bietet der CH-W® ein günstiges Biegeverhalten, typischerweise sind Biegewinkel von deutlich über 130° nach VDA 238-100 darstellbar.

Fügen

Bainitischer Chassis-Stahl ist sowohl in artreinen als auch in Mischverbindungen mit anderen gängigen Stahlsorten gut schweißgeeignet. Voraussetzung sind auf den Werkstoff abgestimmte Schweißparameter. Prüfergebnisse nach SEP 1220-x liegen vor und attestieren dem CH-W® eine gute Fügeeignung bei allen Fügeverfahren. Besonders hervorzuheben sind die hervorragenden Ergebnisse der typischerweise gleichmäßigen, feinschuppigen MAG-Schweißnähte ohne Rissneigung oder nennenswerte Aufhärtungen. Die hohen Erwartungen an die Dauerschwingfestigkeit der Nähte werden folgerichtig nicht enttäuscht.

Betriebsfestigkeit

Der bainitische Chassis-Stahl CH-W® 660Y760T zeigt eine vergleichbar gute Schwingfestigkeit wie übliche Fahrwerksgüten.

Wöhlerkurve CH-W® 660Y760T im Vergleich zum HR660Y760T-CP und S700MC

Wöhlerkurve CH-W® 660Y760T im Vergleich zum HR660Y760T-CP und S700MC
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