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Investitionen

Investitionen für eine verbesserte Produktqualtität


thyssenkrupp Steel schnürt größtes Investitionspaket seit 20 Jahren

Durch den Einsatz eines hohen dreistelligen Millionenbetrags stellt thyssenkrupp Steel gezielt die Weichen für eine Modernisierung seines Produktionsnetzwerks. Ziel sind leistungsfähigere Produkte, gesteigerte Flexibilität und mehr Kundennähe.

Mit den geplanten Investitionen an den Standorten Duisburg, Bochum und Dortmund verbessert thyssenkrupp Steel signifikant seine Produktqualität. Mittels einer komplett neuerrichteten Strecke aus Stranggussanlagen, Warmbandwerk, Doppelreversiergerüst und Glüh-Isolierlinie werden Herstellungsprozesse künftig weiter optimiert und noch homogener gestaltet. Dies betrifft insbesondere die Produktion von nicht kornorientiertem Elektroband und Mehrphasenstählen für die Automobilindustrie und hochwertige Industrieanwendungen sowie Feinstblech für die Verpackungsindustrie. Als Folge werden Kunden vor allem von besseren geometrischen und elektromagnetischen Eigenschaften der Stähle profitieren.

Der beschriebene Ausbau des Anlagenparks geht zudem mit einer erhöhten Produktionskapazität einher, welche die Liefer- und Terminsicherheit erhöht. Darüber hinaus untermauert das Unternehmen mit dem Investitionspaket seinen Anspruch auf Technologie- und Qualitätsführerschaft und stärkt nachhaltig seine Position im europäischen Wettbewerb. Die Modernisierungen gehen Hand in Hand mit der Unternehmensstrategie 20-30, die darauf abzielt, verstärkt auf ertragreiche und wachsende Märkte zu setzen, die sich beispielsweise durch die Energiewende und die voranschreitende Elektromobilität ergeben. In diesem Zusammenhang liegt der Fokus vor allem auf hochwertigen Stahlgüten, die unter anderem für effiziente E-Mobility-Lösungen im Bereich Motoren sowie Generatoren benötigt werden: beispielsweise powercore® Traction. Hohe Bedeutung haben weiterhin auch Produkte aus dem Bereich der Premiumoberflächen wie zum Beispiel ZM Ecoprotect® und Dualphasenstähle, die vor allem für den automobilen Leichtbau in Strukturbauteilen und für crashrelevante Komponenten in der Automobilbranche benötigt werden.

Feuerverzinkte Beschichtungen gewinnen an Bedeutung

Investitionen

Der Neu- und Umbau der Anlagen versetzt thyssenkrupp Steel in die Lage, den sich wandelnden Bedürfnissen des Marktes, z. B. die Nachfrage nach geringeren Toleranzen sowie dünneren und breiteren Produkten, optimal gerecht zu werden. Grundsätzlich leisten die Investitionen in die drei Standorte einen wichtigen Beitrag zur angestrebten klimaneutralen Stahlproduktion – und damit zur aktuellen Transformation von thyssenkrupp Steel im Allgemeinen. Alle Modernisierungsmaßnahmen sollen innerhalb der nächsten vier Jahre abgeschlossen sein.

Standort Duisburg

Investitionen in Duisburg

Stranggießanlage 3

Eine ganz neue Stranggießanlage ist für Duisburg-Bruckhausen geplant. Sie ersetzt die Stranggießanlage 1 und wird unter anderem wesentliche metallurgische Vorteile bieten, die sich für die Kunden vor allem in einer gesteigerten Produktivität sowie verbesserten Oberflächenqualitäten niederschlagen werden. Der Neubau der Anlage ist für 2024 geplant.

Mit den neuen Brammenkränen werden Produktionsprozesse auf innovative Weise synchronisiert

Bammenlager

Im Rahmen seiner Strategie 20-30 hat thyssenkrupp Steel für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag ein vollautomatisiertes Brammenlager bei dem italienischen Anlagenbauer Danieli & C. Officine Meccaniche bestellt. Größte Besonderheit dieses Projekts ist die intelligente Logistiksteuerung. Diese ermöglicht die Echtzeit-Synchronisation von jährlich rund 1,7 Millionen Tonnen Brammen. Diese werden zum Teil direkt aus der neuen Stranggießanlage im neuen Warmbandwerk 4 heiß eingesetzt oder aber auch aus den neuen Hubbalkenöfen zugeführt. Ergänzend ist die Installation eines Lagerverwaltungssystems geplant, das in Echtzeit die Verteilung der Brammen aus verschiedenen Quellen berechnet und sämtliche Kranbewegungen optimiert. Neben der optimalen Nutzung des 19.200 Quadratmeter großen Brammenlagers liegt ein weiterer Vorteil in der höheren Betriebssicherheit, da künftig kein Personal mehr auf dem Boden benötigt wird. Die Firma Danieli liefert hierzu vier vollautomatische Brammenkräne und übernimmt die Konstruktion und Installation des kompletten Stahlbaus. Die Fertigstellung ist in zwei Phasen geplant: In der ersten Phase werden vier Kräne und Kranbahnen bis Ende 2022/Anfang 2023 in Betrieb genommen. In der zweiten Phase erfolgt dann bis Mitte 2023 die Inbetriebnahme des gesamten Lagers inklusive zweier Warmhalteöfen.

Stranggießanlage 4 & Warmbandwerk 4

Am Standort Duisburg wird die bestehende Gießwalzanlage in eine Stranggießanlage mit nachgelagertem Warmbandwerk umgebaut. Das Projekt ist die größte Einzelbaumaßnahme innerhalb des Investitionspakets. Fertigstellung und Integration sind für 2024 geplant. Durch die Modernisierung können die Gieß- und Walzkapazitäten der Anlage erhöht und kann die Auslastung des vorgeschalteten Stahlwerks verbessert werden. Zusätzlich erlaubt die prozessoptimierte Anlagentechnik auf Basis von Industrie-4.0-Lösungen das Portfolio höherfester Stähle und Premiumoberflächen auszubauen. Kunden können von signifikanten Qualitätssteigerungen, einer flexibleren Brammenproduktion und nachhaltig positiven Auswirkungen auf ihre Termin- und Versorgungssicherheit ausgehen.

Standort Bochum

Investitionen in Bochum

Doppelreversiergerüst

Der Standort Bochum wird mit einem neuen Doppelreversiergerüst (DRG) im Kaltbandwerk ausgestattet. Das Walzgerüst kann dann durch eine beliebig steuerbare Anzahl von vor- und zurückführenden (reversierenden) Walzvorgängen besonders dünne Materialien walzen. Diese kommen beispielsweise im Bereich E-Mobility zum Einsatz und erhöhen unter anderem die Effizienz von Elektrofahrzeugen. Generell stärkt das neue DRG das E-Mobility- und Mehrphasenstahl-Portfolio von thyssenkrupp Steel und schafft so perspektivisch auch für Kunden neue Produkt-Optionen.

Glüh- und Isolierlinie

Der Standort Bochum erhält eine neugebaute Glüh- und Isolierlinie. Gemeinsam mit dem neuen Doppelreversiergerüst wird der Standort zu einem Kompetenzzentrum für Elektromobilität ausgebaut. Insbesondere die Fähigkeiten bei der Herstellung von nicht kornorientiertem Elektroband werden so erweitert, dass der steigenden Nachfrage zu dünneren und hochsilizierten Materialien bestmöglich entsprochen werden kann.

Standort Dortmund

Investitionen in Dortmund

Feuerbeschichtungsanlage

In Dortmund wird ab Sommer 2022 die neue Feuerbeschichtungsanlage (FBA) 10 in den Hochlauf gebracht. Damit trägt thyssenkrupp Steel dem Trend Rechnung, dass der Bedarf an feuerverzinkten Produkten mit Oberflächen in Spitzenqualität vor allem in der Automobilindustrie weiter zunimmt. In der rund 350 Meter langen und bis zu 65 Meter hohen Anlage werden künftig unter anderem Materialien für Innenteile und Außenhautanwendungen von Fahrzeugen in etabliertem Feuerzink sowie auf hochinnovativer Zink-Magnesium-Basis gefertigt, die durch eine geringe Auflagenstärke sowohl material- als auch kostensparend und nachhaltig sind. Gerade die Automobilindustrie wird von den erweiterten Produktionskapazitäten von jährlich bis zu 600.000 Tonnen Stahl für feuerbeschichtete Premiumprodukte aus der neuen FBA 10 profitieren.

Standort Andernach

Veredelungsanlage 13 von innen

Veredelungsanlage 13

Mit der VA 13 entsteht derzeit bei thyssenkrupp Rasselstein in Andernach eine hochmoderne Veredlungsanlage für Verpackungsstahl. Dort wird ab Mitte 2022 Feinstband nach einem innovativen Verfahren spezialverchromt. Die neue Beschichtungstechnologie namens Trivalent Chromium Coating Technology (TCCT®) basiert auf Chrom(III), das das bisher übliche Chrom(VI) ersetzt. Damit bietet das Unternehmen seinen Kunden in Kürze ein zukunftssicheres Produkt zur Herstellung von verchromten Stahlverpackungen an, das den Vorgaben der EU-REACH-Verordnung entspricht. Die Mengen dieses REACH-konformen spezialverchromten Verpackungsstahls sollen über die VA 13 sukzessive gesteigert werden. Gleichzeitig fährt thyssenkrupp Rasselstein die Fertigung von ECCS mit Chrom(VI) an der Veredlungsanlage 8 im entsprechenden Umfang zurück. Die Kapazität an spezialverchromtem Verpackungsstahl bleibt in dieser Übergangszeit gleich. Noch im Laufe des Jahres 2023 soll die VA 13 die bisherige Anlage, die ECCS herstellt, ersetzen. Ab diesem Zeitpunkt wird es im Portfolio nur noch spezialverchromten Verpackungsstahl geben, der zu 100 Prozent Chrom(VI)-frei produziert ist. Mit der Investition im dreistelligen Millionenbereich setzt thyssenkrupp Rasselstein weiter auf Nachhaltigkeit, Prozesseffizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig können auf diesem Wege die Maßnahmen zum Gesundheits- und Umweltschutz weiter verbessert werden.

Baufortschritt FBA 10, November 2021

Kontakt

ThyssenKrupp Contact

thyssenkrupp Steel Europe AG

Mark Stagge

Leiter Public & Media Relations

Telefon: +49 (0)203 52-25159

Fax: +49 (0)203 52-25707

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