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tkH2Steel®: ein innovatives Konzept mit vielen Vorteilen

Bei der Direktreduktionsanlage handelt es sich um einen Schachtofen, der mit Erdgas oder Wasserstoff funktioniert und deshalb keine Kohle benötigt. Bei ca. 1.000 Grad Celsius wird dem Eisenerz der Sauerstoff entzogen, und es entsteht direkt reduzierter Eisenschwamm (Direct Reduced Iron, DRI). Noch im heißen Zustand wird das DRI in strombetriebenen Einschmelzern zu flüssigem Roheisen weiterverarbeitet. Durch die Positionierung der beiden Einschmelzer direkt neben der Direktreduktionsanlage wird das dort erzeugte feste Vormaterial unmittelbar in flüssiges Roheisen umgewandelt; dies macht den gesamten Prozess besonders effizient. Die Anlage mit den beiden Einschmelzern wird optimal in die umgebende Hütteninfrastruktur integriert.

Pro Jahr kann die erste Anlage 2,3 Millionen Tonnen flüssiges Roheisen (produziert aus 2,5 Millionen Tonnen DRI) an die integrierten Oxygen-Stahlwerke am Standort liefern, die es dann zu den bewährten Stahlgüten weiterverarbeiten. thyssenkrupp wird die gesamte Bandbreite der Premium-Stahlgüten perspektivisch dekarbonisiert anbieten und ist ein entscheidender Faktor der industriellen Wertschöpfung und damit z. B. Treiber der Energie- und Mobilitätswende.

Die Anlagenkombination weist noch weitere klare Vorteile auf:

Hot Link

Durch den „Hot Link“ der integrierten Anlage, also für das unmittelbare Einschmelzen des noch heißen Eisenschwamms, wird deutlich weniger Energie benötigt.

Zero-Waste-Ansatz

Die Schlacke der Einschmelzer ist kein Abfallprodukt, sondern kann, verarbeitet zu Hüttensand, insbesondere in der Zementindustrie als CO2-sparender Klinker-Ersatz verwendet werden.

Bereits mit der ersten Direktreduktionsanlage können wir im reinen Wasserstoffbeitrieb bis zu 3,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen. Das entspricht knapp 5 Prozent der Emissionen des Ruhrgebiets bzw. rund 2 Prozent der Emissionen in NRW. Bei der geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2027 wird grüner Wasserstoff noch nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Umso wichtiger ist, dass die Direktreduktionsanlage auch mit Erdgas in Betrieb genommen werden kann und den Einsatz von blauem Wasserstoff als Brückentechnologie ermöglicht. Zugleich investiert thyssenkrupp Steel auch in die Dekarbonisierung der weiteren Fertigungsstufen, d. h. in die Dekarbonisierung der Stahlwerke und nachfolgender Betriebe. Mit anderen Worten: Die Brücke in die klimaneutrale Zukunft steht.

Ein neues Wahrzeichen für das grüne Kraftzentrum von Europa

Die neue Direktreduktionsanlage ist eine im doppelten Sinne überragende Investition: Als Meilenstein für die Dekarbonisierung von Stahl entsteht nach Fertigstellung eine Landmarke, die sinnbildlich für die Dekarbonisierung des Industriezentrums von Europa sein wird, genauso wie für die künftige Wasserstoff-Modellregion Rhein-Ruhr.

Engineering, Lieferung und Bau hatte thyssenkrupp Steel bereits im Frühjahr 2023 an den Anlagenbauer SMS group aus NRW vergeben. Allein durch den Bau des Anlagenparks entstehen mehr als 400 neue Arbeitsplätze. Über den Baufortschritt berichten wir fortlaufend und suchen den aktiven Dialog mit Nachbarn und Anliegern.

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Kontakt

Mark Stagge

Leiter Public & Media Relations, thyssenkrupp Steel Europe

Telefon: +49 203 52-25159

Fax: +49 203 52-25707

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ThyssenKrupp Contact

Roswitha Becker

Pressesprecherin, thyssenkrupp Steel Europe

Telefon: +49 (0) 203 52-44916

Fax: +49 (0)203 52-25707

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