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Hüttenhelden – soziales Engagement wird gefördert

Hüttenhelden

Der Förderverein Hüttenhelden e. V. unterstützt Mitarbeitende von thyssenkrupp Steel, die sich auf unterschiedlichste Arten und Weisen für die Menschen in ihrer Umgebung engagieren. Einer davon ist Jürgen Schaab.

Knapp zwei Kilometer trennen Jürgen Schaabs Arbeitsplatz im Duisburger Oxygenstahlwerk von dem Ort, in dem er fast täglich nach Feierabend zu finden ist: dem Sport- und Freizeitverein Budokan e. V. Der Name mag altmodisch wirken, der Vereinszweck dagegen ist hochaktuell: Neben asiatischer Kampfkunst und Fitness wird hier trainiert, was Schlagworte wie „Integration“ und „Diversität“ im täglichen Miteinander bedeuten.

Ins Budokan kommen Jungen und Mädchen aus dem Arbeiterstadtteil Duisburg-Beeck und der näheren Umgebung. Menschen mit deutschen, syrischen, bulgarischen Pässen – und seit ein paar Jahren auch Rollstuhlfahrer aus der nahe gelegenen Christy-Brown-Förderschule.

Jürgen Schaab

Ein Vorzeigeprojekt, das so nicht geplant war. „In den 1990er Jahren gab es in Duisburg wenig Möglichkeiten, um meinem Idol Bruce Lee nachzueifern“, erzählt Jürgen Schaab. „Also haben mein bester Freund Halit und ich selbst ein Kampfsportangebot aufgebaut. Und waren auf einmal umringt von Leuten, die mitmachen wollten.“ Später kamen dann auch die Kinder der Mitglieder, die heute in der Mehrheit sind. Das Erfolgsrezept? Der gemeinsame Spaß an der Sache – und klare Regeln. „Wer sich nicht benimmt, fliegt raus“, sagt der trainierte Stahlwerker und lacht. Man glaubt es sofort.

Das Ziel: Anerkennung für Einsatz und Engagement

Hüttenhelden

Jürgen Schaab ist einer von vielen bei thyssenkrupp Steel, die sich nach getaner Arbeit für die gute Sache engagieren. Ein Engagement, das der kürzlich gegründete Förderverein Hüttenhelden e. V. gezielt verstärken und unterstützen möchte. Mitarbeitende, die sich in ihrem Umfeld für Bildung, Chancengleichheit und soziale Verantwortung engagieren, können sich bei den Hüttenhelden um eine Förderung bewerben. Sie erhalten dann für ihr Projekt eine finanzielle Unterstützung, um beispielsweise dringend benötigtes Equipment, Werbematerialien oder ein geplantes Event zu bezahlen.

„Es gibt viele Kollegen, die sich manchmal schon seit Jahren ehrenamtlich engagieren und damit Gutes für die Region tun“, weiß Nicole Sommer aus dem Corporate-Citizenship-Team von thyssenkrupp Steel. „Diesen Einsatz wollen wir sichtbar machen und wertschätzen. Und natürlich hoffen wir, dass diese Bühne auch andere dazu inspiriert, sich zu engagieren.“

Die Erfahrung: Engagement ist keine Einbahnstraße

Hüttenhelden_Fäuste

Soziales Engagement wird bei thyssenkrupp Steel von jeher großgeschrieben: Der Fokus liegt dabei auf Aktivitäten, die im unmittelbaren Umfeld der Werke angesiedelt sind. Häufig haben sie das Ziel, sozialen Schieflagen entgegenzuwirken und Bildung gerechter zu gestalten. Lokale Partnerschaften, vor allem mit kleinen Vereinen und Initiativen, sind dabei zentral. Aus diesem Engagement heraus entstand die Idee, gezielt auch das Engagement von Mitarbeitenden zu honorieren.

Dabei ist die Förderung von ehrenamtlichen Aktivitäten keine Einbahnstraße. Nicole Sommer: „Verantwortungsbewusstsein ist eine Charaktereigenschaft. Sie zeigt sich natürlich auch in der täglichen Arbeit und zeichnet genau die Menschen aus, die wir in unserem Unternehmen brauchen.“

Maximilian Komp

Auch Maximilian Komp zählt zu diesen Menschen. Als Spezialist für Vertriebssteuerung bereitet er Finanzkennzahlen auf und behält die aktuellen rechtlichen Anforderungen bei der Preisgestaltung im Blick. Nach getaner Arbeit kümmert er sich um ein Thema, mit dem sich vor allem Männer selten auseinandersetzen: dem Umgang mit psychischen Erkrankungen, insbesondere mit Depressionen. Um das zu ändern, hat Maximilian Komp gemeinsam mit einem Freund die „Gefährten mit Bärten“ gegründet.

Die Basis: eine offene Unternehmenskultur

„Mit unserer Initiative ermutigen wir dazu, offen mit Depressionen umzugehen, sich zu informieren und sich mit anderen Betroffenen zu vernetzen“, erzählt der 29-Jährige. Vor allem die so genannten Millennials – Menschen zwischen 20 und 35 Jahren – fühlen sich von den lockeren Social-Media-Posts und der authentischen Perspektive angesprochen. „Ich hatte vor fünf Jahren selbst eine schwere Depression“, erzählt der Motorradfan. Damals riet ein Kollege ihm dazu, sich Hilfe zu holen. Zum Glück. „Ich bin noch heute dankbar für die Offenheit, mit der mir die Betriebsärztin und viele andere bei thyssenkrupp Steel begegnet sind.“ Die positive Erfahrung inspiriert Maximilian Komp, einen großen Teil seiner Freizeit in den Aufbau des „Gefährten“-Netzwerks zu investieren.

Derweil sitzt Jürgen Schaab hinter dem Empfangstresen von Budokan und begrüßt die angehenden Kraftsportler und Thaiboxer. Welche beruflichen Fähigkeiten bringt er mit in sein Ehrenamt? Der Vorarbeiter überlegt kurz. „Es ist umgekehrt“, sagt er dann. „Der stetige Umgang mit den unterschiedlichen Menschen hier im Verein hilft mir auch im Job. Im Stahlwerk zu arbeiten kann ganz schön hart und anstrengend sein. Da ist es gut, wenn man zuhören kann und empathisch ist.“ Eine Fähigkeit, die Hüttenhelden und -heldinnen zweifellos besitzen.

Hüttenhelden e.V. freut sich über neue Anträge – und über Fördermitglieder. Mehr Infos unter huettenhelden.de

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Kontakt

thyssenkrupp Steel Europe AG

Kaiser-Wilhelm-Straße 100

47166 Duisburg

Telefon+49 (0)203 52-0

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