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Hotel Öschberghof Architektur

Hotelbau mit Stahlfassade

Dank der pladur® beschichteten Stahlfassade lässt sich das modernisierte und erweiterte Golf-Hotel „Der Öschberghof“ perfekt in die Landschaft integrieren.

Fotos: Rainer Schroeer

Wie erweitert man eine Hotelanlage, ohne den Gesamteindruck zu verändern? Wie bezieht man die Umgebung des Hotelbaus mit ein, ohne dass die Gebäude wie Fremdkörper in der Landschaft wirken? Und wie lässt sich mit der Umwandlung in ein 5-Sterne Golf-Resort die Geschichte des Standorts weiterschreiben?

Vor diese Aufgabe stellten die Eigentümer und Bauherren des Öschberghofs in Donaueschingen vor etwa fünf Jahren mehrere Architekten im Rahmen eines Wettbewerbs.

Denn nach 40 Jahren war es für die Hotelanlage „Der Öschberghof“ Zeit für einen neuen Look. Das Projekt sah sowohl eine Modernisierung als auch eine Erweiterung vor.

Form und Farbe der Stahlfassade machen die Gebäudehülle interessant.
Weitsicht: Die unterschiedlich gefalzten und gekanteten Trapezprofile ergeben einen abwechslungsreichen Faltenwurf, die sichtbare Struktur in der Farbbeschichtung machen die Gebäudehülle erst interessant.

Bauernhof deluxe

Überzeugen konnte der Entwurf des Münchener Architekturbüros Allmann, Sattler, Wappner, der sich konzeptionell an den Archetypus eines bäuerlichen Gehöfts anlehnt und aus einzeln wie in Gruppen stehenden Satteldachhäusern besteht. Bereits bestehende Gebäude des Hotels fügen sich mit dem ein oder anderen Neubau so zu einem harmonischen Gesamtkonzept.

Für die Dächer und Fassaden der neuen Gebäude war ursprünglich eine Kupferverkleidung vorgesehen. „Von der mussten wir uns allerdings schnell verabschieden“, sagt Daniel Burkhard, der den Umbau des Öschberghofs als Gesamtprojektleiter verantwortet hat. „Das Resort ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und so sammeln wir hier unter anderem das Regenwasser, um damit die Grünanlagen und Teile des Golfplatzes zu wässern. Mit Kupfer ionisiertes Wasser macht jedoch auf lange Sicht das Grün kaputt.“

Hohe Anforderungen an das Design

Durch manche Fassadenelemente kann man hindurchsehen.
Durchsicht: Von außen kaum erkennbar, lassen manche Fassadenelemente zu, dass man durch Wände schauen kann.

Ein neues Material für den Hotelbau musste her. Eines mit dem sich sowohl der von den Architekten vorgesehene „Faltenwurf“ der Fassade als auch ihr glänzender, schimmernder Effekt darstellen ließ. Und es musste jemand gefunden werden, der das herstellen und umsetzen konnte. „So kamen wir ins Spiel,“ sagt Marcel Glapski, der als Projektmanager der Arnold AG letztendlich für die Fassadengestaltung verantwortlich zeichnete.

Die Arnold AG mit Sitz in Friedrichsdorf im Taunus, ist als Mittelständler führend im Metallbau und zählt zu den angesehensten Metallverarbeitern des Landes. „Zu unseren Aufgaben gehörte es, das geeignete Material zu finden, die Konstruktion zu planen, die Produktion und Fertigstellung zu gewährleisten.“

Fassadenelemente mit pladur®-Effekt

Neugestaltung des Öschberghofs
Fassadengestalten (v.l.): Marcel Glapski (Arnold AG), Klaus Kottkamp (thyssenkrupp Steel), Daniel Burkhard (Projektleitung Öschberghof), Mirko Bartl (Management Öschberghof)

Den passenden Werkstoff für das Hotelprojekt fand man in dem bandbeschichteten Stahlprodukt pladur® Relief Icecrystal von thyssenkrupp Steel. „Ein Material, dass sich für den Fassadenbau eignet, dabei alle technischen Eigenschaften mit sich bringt, aber auch eine gestalterische Bandbreite aufweist, die sowohl Bauherren wie Architekten überzeugte“, so Glapski.

Klaus Kottkamp, Kundenberater der Business Unit Industry bei thyssenkrupp Steel, kann das nur bestätigen: „Das besondere hierbei ist die qualitativ sehr hochwertige Beschichtung, die eine lange Lebensdauer und Farbsicherheit der Stahlfassade garantiert und zudem eine ansprechende Haptik bietet.“

Die hochwertige pladur®-Beschichtung garantiert eine lange Lebensdauer und Farbsicherheit der Stahlfassade.

Klaus Kottkamp, Kundenberater der Business Unit Industry bei thyssenkrupp Steel

Außerdem punkten die Produkte aus Stahl in Sachen Nachhaltigkeit, da sie jederzeit recycelbar sind. Die hervorragenden Eigenschaften beim Korrosionsschutz und die gute Verarbeitbarkeit von Stahl, die selbst die anspruchsvollsten Umformungen mitmacht, sprechen ebenfalls für sich.

„Wir haben zunächst Tests und eigene Profile mit den Blechmustern, die uns Herr Kottkamp zur Verfügung stellte, gemacht“, sagt Glapski. „Gemeinsam haben wir dabei untersucht, wie weit wir bei der Umformbarkeit in Sachen Verkantung gehen können. Das war eine wirklich gute Zusammenarbeit, so wie ich mir das immer wünschen würde.“

Stresstest mit Golfballbeschuss

Der Stresstest in Sachen Fassade ging sogar noch einen Schritt weiter, denn der Öschberghof befindet sich klimabedingt in einem Hagelgebiet. „Wie könnte man die Beständigkeit einer Fassade für ein Golf-Resort besser testen als mit dem Beschuss von Golfbällen?“, so Daniel Burkhard.

„Wir haben also ein Modell des Hotels gebaut, mit pladur® verkleidet und darüber getestet, ob Dächer und Stahlfassaden einem massiven Hagelschauer standhalten würden.“ Sie würden. „Sicher schlägt ein Projekt wie der Öschberghof bei uns jetzt nicht mengenmäßig zu Buche“, so Kottkamp. „Aber es zeigt auf beeindruckende Weise wie vielseitig pladur® ist und was man mit diesem Premiumprodukt aus Stahl alles machen kann.“

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