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Faszinierende Drohnenbilder unserer Standorte

Unser Drohnenbild im April

Wozu dient ein Hochofen?

Der Hochofen ist das Herzstück eines jeden Stahlwerks. Hier entsteht Roheisen, der wichtigste Eisenträger für die Rohstahlerzeugung.

Wie funktioniert ein Hochofen?

Im Hochofen wird aus Erz, Koks, Sinter, Pellets und weiteren Zuschlägen Roheisen geschmolzen. Um die chemische Reaktion im Ofen in Gang zu bringen, ist heiße Luft nötig, die mit bis zu 1300°C aus dem Winderhitzer zugeführt wird. Sie wird in den unteren Teil des Hochofens eingeblasen und entzündet die unterste Koksschicht. Die bis zu 2.200 °C heißen Gase steigen nach oben auf und erwärmen die festen Materialien, die von oben eingefüllt werden. Nach etwa sechs bis sieben Stunden kann das fertige Roheisen abgestochen werden.

Aus welchem Material besteht ein Hochofen?

Das Ofengefäß ist im Inneren mit feuerfesten Steinen ausgemauert. Umgeben ist die Konstruktion von einem Stahlgerüst.

Welche Aggregate kann man hier aus der Luft sehen?

Leicht zu erkennen sind die beiden Rundklärer oben rechts. Sie dienen der Kühl- und Abwasseraufbereitung im Stahlwerk. Am äußeren rechten Bildrand folgt im Uhrzeigersinn der Kühlturm. Darunter befindet sich der Winderhitzer mit seinen vier nach oben schmäler werdenden Hauben-Abdeckungen. Gleich daneben, mit dem bunt gestreiften Anstrich, erkennt man sehr gut den Abgaskamin des Winderhitzers. Das rechteckige Gebäude darunter ist die Gießhalle 9. Sie schließt an den Hochofen 9 an, die Anlage aus der im Bild der weiße Dampf herauskommt. Links unten, das hohe rotgefärbte Gebäude ist der Hochofen 8. Die drei weißen Rundbauten mit Hauben-Abdeckung bilden den Winderhitzer für den Hochofen 8. Das Bürogebäude, in dem auch die Steuerzentrale des Hochofen 8 ist, findet sich direkt neben dem Parkplatz.

Roheisenproduktion von thyssenkrupp Steel – interessante Fakten:

  • 4

    Hochöfen

  • 11,4 Mio. Tonnen

    Jahresproduktion

  • ca. 1500 °C

    Temperatur

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2019

Unser Drohnenbild im März

  • Warum hat thyssenkrupp Steel einen eigenen Eisenbahnbetrieb?

Über die Schiene werden die Werksanlagen mit Rohstoffen versorgt aber auch fertige Stahlerzeugnisse zu anderen thyssenkrupp Standorten und Kunden transportiert. Innerhalb des Standorts Duisburgs sind das rund 64 Millionen Tonnen Material pro Jahr. Die Werksbahn bringt Rohstoffe wie Erze, Kohle, Koks, Sinter und Kalk zu den Hochöfen sowie flüssiges Roheisen von den Hochöfen zu den Stahlwerken. Danach werden die Brammen zu den Warmbandwerken gefahren und die dort produzierten Coils zu den weiterverarbeitenden Aggregaten gebracht.

  • Welche Funktion hat der hier gezeigte Rangierbahnhof „Grünstraße“?

Mit Rohstoffen oder Werkstoffen beladene Waggons werden hier gesammelt und für den Weitertransport an interne und externe Produktionsbetriebe sowie Kunden disponiert. Der Bahnhof liegt inmitten des rund 400 Kilometer langen Gleisnetzes von thyssenkrupp Steel und bildet das Drehkreuz zu den Häfen und einzelnen Produktionsstätten.

  • Wo endet das Gleisnetz von thyssenkrupp Steel?

Theoretisch enden die Gleise nirgends, denn das thyssenkrupp Gleisnetz ist mit dem der Deutschen Bahn verbunden und das wiederum mit dem der Nachbarstaaten. Praktisch hört die Verantwortung jedoch beim Verlassen des Werksgeländes auf.

  • Wer ist für den Betrieb der Eisenbahn von thyssenkrupp Steel verantwortlich?

Übergeordnet trägt die Business Unit Logistics die Verantwortung. Im Detail sind es aber die rund 900 Mitarbeiter der Bereiche Eisenbahnbetrieb und Eisenbahntechnik, die für den reibungslosen Ablauf sorgen. Dazu gehören Lokführer, Wagenmeister und Stellwerker. Man kann sich bei thyssenkrupp Steel übrigens auch zum Eisenbahner im Betriebsdienst ausbilden lassen.

Eisenbahnbetrieb von thyssenkrupp Steel – interessante Fakten:

  • 4

    Rangierbahnhöfe

  • 400

    Kilometer Gleislänge

  • 900

    Mitarbeiter

Erzmischbetten

Drohnenbild des Monats: Die Mischung macht’s

  • Was sehen wir hier?

Wir befinden uns an der ersten Stelle der Produktionskette des integrierten Hüttenwerks von thyssenkrupp Steel. Der Blick fällt auf eines von insgesamt sechs nebeneinanderliegenden Feinerzmischbetten am Standort Duisburg-Schwelgern. Ein so genannter „Einstapler“ fährt das Bett auf Schienen ab, um es mit Rohstoffen für die Sintererzeugung zu befüllen.

  • Wozu wird ein Feinerzmischbett benötigt?

Vor der Stahlherstellung steht die Roheisenproduktion im Hochofen. Hierfür sind Eisenerze, Koks und weitere Zusatzstoffe nötig, die entsprechend sortiert und vorbereitet werden müssen. Während gröbere Rohstoffe direkt für den Einsatz im Hochofen geeignet sind, wird das feinere Material erst zu den Mischbetten befördert, um dort mit anderen Feinerzen, Brenn- und Zuschlagstoffen zu einem homogenen Mischerz mit konstanter Qualität aufgebaut zu werden.

  • Und was hat das Einstapelgerät für eine Aufgabe?

Mischbetten werden in Schichten aufgebaut. Der Einstapler sorgt dafür, dass die einzelnen Rohstoffe nacheinander in gleichmäßigen Lagen und in Längsrichtung „eingestapelt“ werden. Für eine Fahrt benötigt das Gerät ca. 15 Minuten. Jedes Mischbett ist rund 390 Meter lang, etwa 13 Meter breit und wird am Ende maximal 13 Meter hoch sein. Bis das erreicht ist, hat der Einstapler bis zu 600 Fahrten absolviert!

  • Wie lange hält so ein Feinerzmischbett vor?

Ein volles, frisch eingestapeltes Mischbett umfasst 140.000 Tonnen Erz. In der Regel ist es nach vier bis fünf Tagen wieder leer und das gesamte Material für die Sinter- bzw. Roheisenproduktion verbraucht. Sobald eines der Mischbetten leer ist, wird ein weiteres „angeschnitten“ und das leere Mischbett wird neu aufgeschichtet bzw. „eingestapelt“. Deshalb befinden sich auf dem Gelände insgesamt sechs solcher Mischbetten: während zwei parallel aufgeschüttet werden, können zwei geleert werden. Zwei weitere volle Mischbetten dienen als Puffer.

Feinerzmischbett - interessante Fakten

  • ca. 13 Meter

    Höhe

  • ca. 390 Meter

    Länge

  • ca. 140.000 Tonnen

    Kapazität

Toller Gasgeber!

  • Worauf schauen wir hier und wo befinden wir uns?

Auf den Gasometer in Duisburg-Hamborn.

  • Was ist ein Gasometer und wozu wird er benötigt?

Ein Gasometer ist ein Behälter, in dem die gereinigten Gase gespeichert werden, die als Nebenprodukt bei der Stahlherstellung entstehen und zur Energiegewinnung genutzt werden. Man braucht ihn zum Ausgleich zwischen den Erzeugungs- und Verbrauchsspitzen.

  • Wie wird das Gas gespeichert und wie funktioniert das?

Ein Gasometer ist ein Scheibengasbehälter. Er speichert das Gas, in dem beim Befüllen die Scheibe im Innern des Gasbehälters nach oben fährt und so das Speichervolumen zunimmt. Bei Entnahme des Gases aus dem Gasbehälter fährt die Scheibe nach unten und verringert entsprechend das Speichervolumen. Im Prinzip funktioniert es so ähnlich wie bei einer „French Press-Kaffeekanne (auch Presstempelkanne genannt).

  • Was geschieht mit dem zwischengespeicherten Gas aus dem Gasometer?

Das zuvor gereinigte und verdichtete Gas wird mit Sauggebläsen aus dem Gasbehälter abgezogen, auf einen noch höheren Druck verdichtet und anschließend in den Energiekreislauf eingespeist. Das Gas wird zur Beheizung von Ofenanlagen oder zur Verstromung in Kraftwerken eingesetzt.

Interessante Fakten

  • ca. 82 Meter

    Höhe

  • ca. 49 Meter

    Durchmesser

  • ca. 100.000 m³

    Volumen

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